Vertreter von Polizei und Stadt im Gespräch: Mit dabei unter anderem Polizeipräsidentin Caren Denner (Dritte von links) und der Erste Bürgermeister der Stadt Pforzheim, Dirk Büscher (Dritter von rechts). | Foto: Polizei/Stadt Pforzheim

Polizei und Stadt informieren

Kriminalität in Pforzheim: Mehr Präsenz für ein besseres Gefühl

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Das Polizeipräsidium Karlsruhe und die Stadt Pforzheim haben in einer gemeinsamen Erklärung zur Sicherheitssituation in der Goldstadt Stellung bezogen. Gemeinsam seien Hintergründe analysiert und mögliche Maßnahmen miteinander abgestimmt worden, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

Mit dieser Stellungnahme wollen Polizei und Stadt die Sicherheitsdebatte in Pforzheim entschärfen: „Bereits zu Jahresbeginn war es zu einer öffentlichen Debatte über eine angebliche Verschlechterung der Sicherheitssituation in Pforzheim gekommen„, heißt es. Polizei und Stadt beschwichtigen: „Eine nähere Betrachtung der Fallzahlen bestätigte dies jedoch nicht.“ Die Kriminalstatistik zeige einen durchweg positiven Trend bei den Straftaten im öffentlichen Raum. In den Zeiträumen Januar bis September habe es 2018 im Vergleich zum Vorjahr lediglich kleine Verschiebungen bei den Arten der Delikte geben, heißt es.

Mehr Polizei für ein besseres Sicherheitsgefühl

Allerdings geben Stadt und Polizei zu, dass das Sicherheitsgefühl der Pforzheimer nicht zu diesem positiven Trend passt. Um das Sicherheitgefühl in der Stadt zu stärken, habe die Polizei im Frühjahr auf verstärkte Präsenz gesetzt.

Polizei und Stadt versichern, ein mögliches Unsicherheitsgefühl der Bürger ernst zu nehmen: „Wir werden die sensiblen Bereiche in der Pforzheimer Innenstadt weiter im Blick haben und bei Störungen konsequent einschreiten“, sagte Polizeipräsidentin Caren Denner. Dabei werde man auch die zuletzt auffälligen Gruppen genau beobachten. In Pforzheim aber auch in anderen Städten war es zu Streitigkeiten und Auseinandersetzungen überwiegend verschiedener ethnischer Gruppierungen in der Öffentlichkeit gekommen. In Zukunft werden neben Präsenzstreifen auch Polizeibeamte in ziviler Kleidung eingesetzt. Punktuell werden die Pforzheimer Reviere außerdem durch Kräfte anderer Einheiten unterstützt.

„Wichtig ist, Zugang zu den Gruppen zu bekommen und den Personen störendes Verhalten auch unterhalb der Schwelle zur Straftat vor Augen zu führen. Hier sind insbesondere auch die Streetworker gefordert“, sagte der Erste Bürgermeister Dirk Büscher.