Die Straße war mehrere Stunden lang für die Ermittlungsarbeiten gesperrt.
Die Straße in Brötzingen war mehrere Stunden lang für die Ermittlungsarbeiten gesperrt. | Foto: igm

Pforzheim-Brötzingen

Anklage wegen Totschlags: 37-Jähriger soll Frau erstochen haben

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Wegen der Tötung seiner Ehefrau im Mai diesen Jahres muss sich ein 37-Jähriger aus Pforzheim jetzt vor Gericht verantworten. Der Mann wurde laut Staatsanwaltschaft wegen Totschlags angeklagt. Es wird ihm zur Last gelegt, am 25. Mai seine zehn Jahre jüngere Ehefrau mit mehreren Messerstichen getötet zu haben.

Die Tat ereignete sich an einem Samstag in einer zentralen Lage in Brötzingen. Das Opfer war am frühen Abend blutüberströmt im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses aufgefunden worden. Sie erlag kurz darauf in einem Krankenhaus ihren Verletzungen. Der Haftbefehl gegen den Ehemann als mutmaßlichen Täter wurde damals umgehend ausgestellt. Er sitzt seit dem 26. Mai in Untersuchungshaft.

Bei der anstehenden Verhandlung vor dem Schwurgericht am Landgericht in Karlsruhe wirft die Pforzheimer Staatsanwaltschaft dem vierfachen Vater vor, „mehrfach auf seine Ehefrau eingestochen und dabei deren Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben“.

Tatmotiv könnte Trennungsabsicht sein

Der Tatverdächtige räumt ein, seiner Ehefrau die Stichverletzungen zugefügt zu haben, heißt es weiter in der Pressemitteilung zu der Anklage. Die Obduktion bestätigte, dass die Messerstiche zum Tod führten.

Zum möglichen Auslöser für die Gewalttat verweist die Staatsanwaltschaft auf eheliche Streitigkeiten. Sie geht davon aus, dass die Frau in diesem Zusammenhang eine Trennung angedroht hat. Das Ehepaar stammt aus Syrien und galt mit seinen vier Kindern als gut integriert.

Mehr zum Thema: Am gleichen Tag sorgte ein weiterer Mord für Schlagzeilen in Pforzheim. In Tiefenbronn hatte ein Mann ebenfalls seine Frau ermordet und sein Kind lebensgefährlich verletzt.

eko