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Was er wohl von den Klimaprotesten hält? "Der Dicke" am Pforzheimer Leopoldplatz. | Foto: str

Extinction Rebellion

Rebellion nimmt Kurs auf Pforzheim

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Neben den Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ gibt es noch die Gruppe „Extinction Rebellion“. Diese macht immer mal wieder durch zivilen Ungehorsam von sich reden. Eine lokale Ortsgruppe für Pforzheim und den Enzkreis befindet sich aktuell im Aufbau.

Sie haben mit über 6 000 Aktivisten im Oktober Berlin zeitweise lahmgelegt. In Paris wurden Kaufhäuser besetzt. In London die U-Bahn blockiert. Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion war in diesem Jahr schon in vielen Städten weltweit aktiv. Das Ziel ist nach eigenen Angaben, mit zivilem Ungehorsam gegen die ökologische Katastrophe zu kämpfen. Dieser Kampf könnte bald auch Pforzheim erreichen.

Offizielles Gründungstreffen steht noch aus

Nach BNN-Recherchen befindet sich eine entsprechende Ortsgruppe von Extinction Rebellion für die Goldstadt aktuell in den Startlöchern. Auch wenn ein offizielles Gründungstreffen – quasi der Startschuss für Aktionen und deren Planung – noch nicht erfolgt ist, laufen die Vorbereitungen dafür im Hintergrund bereits auf Hochtouren. Ein solches Gründungstreffen könnte noch in diesem Jahr stattfinden.

Erstes Treffen fand bereits statt

Dabei sollen dann auch konkrete Maßnahmen des zivilen Ungehorsams für Pforzheim und den Enzkreis besprochen werden. Außerdem sind Aktionstrainings der Aktivistinnen und Aktivisten geplant. Aktuell umfasst die Gruppe der aktiven Mitglieder zwischen zehn und zwanzig Leute, Tendenz steigend. Ein erstes Treffen zwischen den Akteuren zur Vorbesprechung fand bereits im nördlichen Enzkreis statt. Neben einem allgemeinen Ideenaustausch wurden dabei auch erste Banner erstellt.

Kopf der Gruppe kommt aus dem Enzkreis

Aktiviert wurden die lokalen Rebellen über einen erfahrenen Umweltaktivisten aus dem Raum Ludwigsburg. Dieser suchte über einen Account beim Kurznachrichtendienst Twitter nach Unterstützern aus der Pforzheimer Region, ehe er sich wieder dem Aufbau einer aktiven Extinction-Rebellion-Szene in seiner Heimatstadt widmete. Neuer Kopf ist nach Kurier-Informationen eine 17-Jährige Gymnasiastin aus dem Enzkreis, die bereits in der Lokalpolitik in Erscheinung getreten ist.

Legen die Aktivisten eine Pause ein?

„Ein bisschen ziviler Ungehorsam täte dieser Stadt gut, um manche Dinge zu erreichen“, meint WiP-Stadtrat Christof Weisenbacher und ergänzt: „Das muss eine Gesellschaft aushalten. Es geht ja um Klimaschutz und bis zu einem gewissen Maße ist das nicht verkehrt.“ Wichtig sei aber, dass der Protest gewaltlos verläuft.
Derweil steht noch eine andere Entscheidung aus. Eine deutschlandweite Projektgruppe diskutiert aktuell die Frage, ob die Klimaschützer für einen „definierten Zeitraum“ die Aktivitäten pausieren sollen. Eine Arbeitsgemeinschaft solle dies ergebnisoffen diskutieren.

Demonstration am 29. November

Unklar ist indes, ob die Rebellinnen und Rebellen sich an den Demonstrationen der Fridays-for-Future-Bewegung in Pforzheim beteiligen wollen. Für den 29. November ist auch in der Goldstadt wieder eine Kundgebung mit anschließender Demonstration geplant.

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