In Sicherheit: Mutterschaf und Kind befinden sich dank des Forstwirts Thomas König und seiner Kollegen wieder in Obhut von Hobbyschäfer Lutz Kapp. | Foto: zac

Schafe zurück bei der Herde

Remchinger Forstwirten gelingt Fang der Tiere

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Von Julian Zachmann

Die Geschichte des nach Zaunvandalismus ausgebüxten Kamerunschafs und seines im Wilferdinger Wald geborenen Lamms hat ein fröhliches Ende genommen: die beiden Tiere sind seit Donnerstagabend wieder wohlauf zurück bei ihrer Herde. Dank ihres beherzten Eingreifens gelang es Thomas König, Alexander Walch und René Gassenmeier, die Vierbeiner einzufangen.

Umzäunung für junge Bäume verhinderte die Flucht

Die drei Remchinger Forstwirte wollten sich nach getaner Arbeit eigentlich zum Mittagsvesper an die Forst-Blockhütte setzen, als plötzlich die beiden Schafe neben ihnen standen: „Als wir versuchten, uns ihnen anzunähern, wichen sie aus“, berichtet Forstwirt König. Doch die Schafe liefen geradewegs in eine Umzäunung, die die Forstwirte im Rahmen der Waldpädagogik für junge Bäumchen vorbereitet hatten. Lediglich die Eingangstür dieser Umzäunung hatte noch gefehlt: „Dann ging es geistesgegenwärtig Schlag auf Schlag, wir stellten uns vor das fehlende Zaunteil und konnten die Schafe im Zaun halten.“ Zusammen mit Dieter Braun, einem der engagierten Bürger, die ihre Hilfe angeboten hatten, nachdem das Schicksal der Tiere die Runde in der Gemeinde gemacht hatte, brachte König die Schafe im Autoanhänger zurück zur Herde.

Freude beim Besitzer

So hatte der Wilferdinger Hobbyschäfer Lutz Kapp trotz des materiellen Schadens doch noch Grund zur Freude: „Es freut mich sehr, dass die Herde die Schafe zu Beginn gut aufgenommen hat, obwohl sie so lange getrennt voneinander waren.“ Jetzt beobachte er mit Tierfutter und Fernglas ausgestattet die Herde behutsam, damit sie wieder gemeinsam zusammenfindet. Bereits Anfang Mai war der Hobbyschäfer (wie berichtet) Opfer von Vandalismus geworden. Unbekannte zerstörten Teile des Zauns samt Stromgerät, wodurch das trächtige Schaf entkam. Kapp verzichtete auf eine Anzeige und hofft stattdessen auf die Vernunft des oder der Täter.

Schönste Lösung für alle.

Zufrieden mit der Rettungsaktion zeigte sich auch Revierförster Dieter Konstandin. Wie berichtet hatte die Gemeinde in Absprache mit den Behörden vorsichtshalber eine Abschussfreigabe erteilt, für den Fall, dass die Schafe in Straßennähe gelangen, in Panik ihrem Instinkt folgen und zur Gefahr werden könnten: „Ein Abschuss hätte nur in einer akuten Gefahrensituation erfolgen sollen, auf die wir uns vorbereiten mussten. So ist es die schönste Lösung für alle.“