Der Bezug des neuen Rathauses in Wilferdingen soll am letzten Januar-Wochenende mit einer Umzugsfirma über die Bühne gehen. Gut angenommen wurde der kürzlich eingeweihte Spielplatz (vorne). Foto: Zachmann

Eröffnung wohl am 4. Februar

Remchinger Rathaus: Einzug für Ende Januar geplant

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Das neue Remchinger Rathaus am Wilferdinger San-Biagio-Platani-Platz soll am 4. Februar offiziell eröffnet werden. „Das ist das Ziel. An dem Tag soll die Verwaltung mit ihren 46 Mitarbeitern im neuen Rathaus die Arbeit aufnehmen. Ich hoffe, dass alles klappt“, teilte Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon auf Nachfrage mit. Der Umzug soll am 30. und 31. Januar über die Bühne gehen.

Arbeiten langwieriger als gedacht

Ursprünglich war der Umzug für das Jahresende geplant. Derzeit werden noch Schreiner- und Elektroarbeiten ausgeführt. „Sie sind umfangreicher als gedacht und haben länger gedauert als geplant“, so Prayon. Manche Gewerke hätten sich auch verschoben. Daher konnte auch der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden. Die Büros seien aber beziehbar und auch der große Ratssaal im zweiten Stock ist fast fertig. Auf dem Platz vor dem Rathaus werden letzte Pflasterarbeiten vorgenommen und bei der Tiefgarage fehlt noch die Schranke. Diese soll ebenfalls im neuen Jahr angebracht werden.

Dauerthema gefällte Bäume

Dauerthema sei die Diskussion um die gefällten Bäume auf dem Platz. Es werden neue dazu gekommen, betont Prayon. Außerdem soll eine Reihe zur Kulturhalle hin gepflanzt und mobile Bäume aufgestellt werden – allerdings erst im Frühjahr. Sehr gut angenommen werde der neue Spielplatz und auch die Gastronomie, die im Sommer im Erdgeschoss eröffnet wurde. „Das läuft sehr gut. Wochenends ist alles voll“, so der Bürgermeister.

Großprojekt wohl teurer als geplant

Konkrete Angaben zu den endgültigen Kosten für den Rathausneubau könne man noch keine machen, aber das Großprojekt werde etwas teurer als die veranschlagten 13,7 Millionen Euro. Der Neubau sei gut kalkuliert worden und die Vergaben alle im Plan gewesen, dennoch schlagen Kostensteigerungen zu Buche, führt der Bürgermeister aus. Und: „20 Millionen werden es aber auf keinen Fall“, sagt Prayon und spielt auf seinen Vorgänger im Amt, Wolfgang Oechsle, und den Bürgerverein an. Diese hatten den Rathausneubau bekämpft und sind sogar vor Gericht gezogen. Unter anderem befürchteten sie eine Kostenexplosion und dass das Bauprojekt deutlich teurer wird als die geplanten 13,7 Millionen Euro.

Positive Reaktion der Bevölkerung

Um das Thema sei es aber ruhig geworden. Prayon hofft, dass – ähnlich wie die benachbarte Kulturhalle vor 30 Jahren – der schwierige Werdegang des neuen Rathauses in Vergessenheit gerät und die Diskussionen verstummen, wenn das Gebäude von der Bevölkerung angenommen wurde. Daran zweifelt der Bürgermeister mit Blick auf die positiven Reaktionen bei den Besichtigungen und Rundgängen im Sommer nicht.

Bürgermeisterbüro im dritten Stock

Im Foyer wird das Bürgerbüro untergebracht sein und im ersten Obergeschoss ziehen Polizei, Sozialamt, Bauamt und das Standeszimmer ein. Gemeinderatssitzungen finden künftig im großen Sitzungssaal auf der zweiten Etage statt. Außerdem wird das Rechnungsamt hier zu finden sein. Ein Stock höher befinden sich die Büros von Hauptamt und Bürgermeister.