Im Zweikampf um den Ball packt Freibergs David Müller (unten) gegen den stark aufspielenden Pforzheimer Kreshnik Lushtaku die Grätsche aus. | Foto: Waidelich

Fußball-Oberliga

Spätes Unentschieden für CfR Pforzheim

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Von Bernd Schweinberger

Mit einem leistungsgerechten 2:2(1:1)-Unentschieden trennten sich am Feiertag in der Fußball-Oberliga der 1. CfR Pforzheim und die SGV Freiberg. Vor allem im ersten Durchgang legten beide Teams vor offiziell 252 Zuschauern eine flotte Partie hin.

Pforzheims Lushtaku mit Spielfreude

Bereits nach vier Minuten klingelte es im Kasten von Manuel Salz, als Gästetorjäger Marcel Sökler Abstimmungsprobleme zwischen Fatih Ceylan und Dominique Jourdan nutzte und mit einem Schlenzer den CfR-Keeper aus kurzer Distanz überwinden konnte. Doch die Freude der Württemberger dauerte nicht lange. Der im ersten Abschnitt überragende Kresnhik Lushtaku hatte Stanley Ratifo freigespielt und dieser bedankte sich mit einem Linksschuss zum 1:1 (6.).
In der Folge hätte Pforzheims Dominik Salz sein Team in Front bringen können. Doch zunächst traf er einen Kopfball nicht exakt (21.), dann klärte SGV-Keeper Thomas Bromma per Fußabwehr (22.). Und eine Lushtaku-Flanke köpfte Salz völlig frei vorbei. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff scheiterte er kläglich allein vor dem Gästetor.

Cristescu verursacht Elfmeter

Hatte die Partie in Abschnitt eins noch hohen Unterhaltungswert, verflachte das Spiel im zweiten Abschnitt immer mehr. Erst in der 64. Minute wurde es wieder lebhafter, als Bogdan Cristescu Sökler im Strafraum foulte und sich Denis Zagaria diese Chance per Elfmeter zum 2:1 nicht nehmen ließ (64).

CfR-Coach Gökce lobt Leistung seiner Truppe

Es dauerte bis zur Nachspielzeit, als dann Cristescu mit der Hacke auflegte für Salz. Dieser lupfte den Ball über SGV-Keeper Bromma zum 2:2-Ausgleich (90.+3).
Gästecoach Ramon Gehrmann war enttäuscht: „Dieses Ergebnis ist ein Spiegelbild der Saison. Mit einem Sieg hätten wir noch eine kleine Chance im Aufstiegskampf gehabt.“ CfR-Trainer Gökhan Gökce hatte eine tolle Leistung seiner Truppe gesehen. „Im ersten Durchgang hätten wir vorlegen müssen. Zumindest hatten wir noch das Glück des späten Ausgleichs“, freute er sich.

Teo Rus nach Aus in Reutlingen Zaungast

Als Zaungast war der ehemalige CfR-Trainer Teo Rus auf dem Holzhof. Er war erst diese Tage beim Ligarivalen SSV Reutlingen beurlaubt worden. „So ist das heute, wir haben einige Spiele verloren. Dass wir aber eine tolle Hinrunde gespielt haben, interessiert niemanden mehr“, sagte er. Da er noch einen Vertrag bis 2020 habe, wolle er sich mit einem neuen Trainerjob Zeit lassen.