Entscheidend zur Stelle war Pforzheims Dominik Salz (Bildmitte, hier gegen den Ravensburger Max Chrobok). Der Stürmer sicherte dem CfR mit dem Tor des Tages drei Punkte | Foto: Waidelich

Fußball-Oberliga

CfR Pforzheim jubelt gegen Ravensburg

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Fußball-Oberligist 1. CfR Pforzheim hat sich im Heimspiel gegen den FC Ravensburg mit drei Punkten belohnt. Stürmer Dominik Salz war nach zehnwöchiger Torflaute für die Elf von Gökhan Gökce entscheidend zur Stelle und markierte den Treffer des Tages.

CfR-Kapitän Dominik Salz hatte seiner Mannschaft und seinem Trainerstab vor der Fußball-Oberliga-Partie gegen den FV Ravensburg schriftlich mitgeteilt, dass er ein Tor von sich erwarte. Und Pforzheims Stürmer machte ernst: Nach schönem Zusammenspiel mit Tim Oman flankte der über den ganzen Platz herangesprintete Linksverteidiger Laurin Masurica Salz mustergültig auf den rechten Fuß, und dieser hatte aus drei Metern keine Mühe, sein schriftliches Versprechen einzulösen (16.). Salz’ lang ersehnter zweiter Saisontreffer nach zehnwöchiger Durststrecke bedeutete zugleich den 1:0-Endstand.

Ungewöhnliche Maßnahme von Pforzheims Coach Gökce

Aber Salz war nicht der Einzige, der sich vor dem Spiel schriftlich zu seinen Erwartungen an sich selbst äußerte. „Jeder einzelne Akteur von uns sollte vor dem Spiel aufschreiben, was er von sich selbst verlangt“, berichtete der nach überstandener Zehenverletzung wieder in die Stammformation zurückgekehrte Mittelfeldmann Denis Gudzevic von der ungewöhnlichen Maßnahme des CfR-Coaches Gökhan Gökce, „der ja sonst immer selbst sagt, was er von den Spielern erwartet.“ Nach Sichtung aller Aufschriebe „hat Gökhan gemeint: ,Wenn wir das machen, was wir aufgeschrieben haben, gewinnen wir das Spiel’“, verriet Gökces Co-Trainer Fatih Ceylan.

CfR-Trainer lobt Einsatz und Zweikampfverhalten

„Jeder Spieler hat sich in jedem Zweikampf voll eingesetzt“, lobte Gökce das Zweikampfverhalten seiner Mannen, die sich insbesondere in der Schlussphase, in der Ravensburg mit aller Macht den Ausgleich wollte, in jeden Schuss warfen, jedem noch so aussichtslos scheinenden Ball hinterherrannten. „Wir waren geil drauf“, meinte der nach einer Grippe ebenfalls wieder in die Startelf gerutschte Joao Tardelli zur Einstellung seiner Truppe, „und haben alles gegeben.“

FV-Ravensburg-Coach Wohlfarth hadert mit Platzbedingungen

Nicht überzeugend hingegen nutzten die Pforzheimer die sich bietenden Räume im Zuge des Ravensburger Powerplays. „Wir haben unsere Konter nicht perfekt ausgespielt“, monierte Gökce, „teilweise sogar abgebrochen.“ Das lag aber nur zum Teil an dem vom Gästetrainer Steffen Wohlfarth heftig monierten Geläuf im Holzhofstadion. Es waren eher viele letzte Bälle, die zu ungenau kamen oder an den zahlreichen Abseitsstellungen des CfR. „Der Platz ließ nicht zu, dass man Fußball spielt“, meinte ein angefressener Wohlfahrt nach der ersten Niederlage seiner zuvor in sechs Spielen ungeschlagenen Truppe, „das war ein Grottenkick.“

Das war ein ganz wichtiger Sieg

Pforzheims Hakan Aslantas mochte der Erklärung von Wohlfahrt nicht ganz folgen: „Wir waren spielerisch besser“, sagte der erfahrene Routinier, „außerdem: Wenn du gewinnst, ist alles andere eh egal. Das war heute ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben zwar schon manchmal den entscheidenden Sprung nach oben verpasst, aber jetzt wir sind noch dran.“

Von Harald Funke