Polizeiwagen im Einsatz
Ein - laut Polizei - "Dummejungenstreich" hat in Schömberg am Mittwochabend für einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften gesorgt. (Symbolbild) | Foto: Hora

Böller gezündet

Schömberg: Explosionen in ehemaligem Sanatorium führen zu Großeinsatz

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Zwei Explosionen in leerstehenden Gebäuden einer früheren Lungenheilanstalt in Schömberg (Kreis Calw) haben für einen rund vier Stunden dauernden Einsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gesorgt.

Nach den Explosionen am Mittwochabend waren drei Tatverdächtige mit zwei Autos vom Tatort geflohen, teilte die Feuerwehr am Donnerstag mit. Trümmerteile und Glasscherben lagen in einem Umkreis von 50 Metern. Verletzt wurde niemand. Es sei unklar gewesen, ob noch weitere Sprengkörper in Gebäuden seien. Spezialisten seien daher angefordert worden, die Häuser und das Gelände abzusuchen. Dabei wurden acht weitere Sprengkörper, die jedoch nicht gezündet hatten, gefunden.

In der Nähe nahm die Polizei drei Tatverdächtige fest. Die jungen Männer im Alter von 17, 20 und 21 Jahren gaben zu, illegale Silvesterböller gezündet zu haben, unter anderem in einer Toilettenschüssel. Es handele sich um einen Streich. Da die Gebäude seit Jahren marode seien, sei nur geringer Schaden entstanden. Wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz werde gegen das Trio ermittelt.

Beliebter „Lost Place“ ist Privatgelände

Die Polizei erhält immer wieder Hinweise, dass sich Personen verbotenerweise Zugang zu dem Gebäude Charlottenhöhe verschaffen. Da es sich dabei um ein Privatgelände handelt, ist es jedoch verboten, das Anwesen zu betreten. Wenn Personen dort angetroffen werden, erwartet sie eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs, vermeldet die Polizei. Zudem begebe sich jeder, der das Gebäude betrete, aufgrund der Baufälligkeit in Gefahr. Aus diesem Grund werde die Polizei auch zukünftig ein Auge auf das Anwesen haben und regelmäßig mit Polizeistreifen vor Ort sein.

(ots/BNN) mit Material von dpa-lsw