Goldstadt Sponsor Lunch mit Jay Alexander | Foto: Wacker

Sponsoren für Pforzheim

Wellendorff schaut über das Schmuckjubiläum hinaus

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So kann es weiter gehen, um Pforzheim nach vorne zu bringen. Davon zeigte sich Hans-Peter Wellendorff überzeugt, als er eine große Zahl von Mitsponsoren des Jubiläums 250 Jahre Goldstadt in den „Goldstadtstuben“ begrüßte. Pforzheims Spezialist für luxuriösen Schmuck hatte zum Partner- und Sponsorenlunch geladen. Der Seniorchef nutzte die Gelegenheit, viel zu loben, aber auch Vorgaben dazu zu machen, was in der Stadtpolitik wünschenswert sei.

Wünsche zur Steuerpolitik

Es gehe um Sauberkeit, Sicherheit, Straßennetze ohne Löcher und eine Steuerpolitik, die wirtschaftsfreundlich und maßstabgerecht ist, gab Wellendorff dem „lieben Gert“, Oberbürgermeister Hager mit in den Wahlkampf. Die Orientierung dafür, wie tief die Stadt in Firmenkassen greifen darf, sei die Steuerpolitik im Speckgürtel bei den Enzkreisgemeinden.
„Über die Steuern müssen wir noch einmal reden“ zeigte sich Hager kampfbereit, die eigene Position – und damit den Unterschied zwischen den Sozialdemokraten und den Christdemokraten in der Stadt zu verteidigen. Ansonsten herrschte dem Anlass gemäß „der goldene Leichtsinn“ und Alltagsflucht bei dem Stelldichein.

Operettenhafter Klang

Den prägenden Ton dafür setzt Jay Alexander. Der Sänger und Goldstadt-Botschafter gab dem mittäglichen Miteinander den operettenhaften Klang. Das „who is who in Pforzheims Unternehmerschaft, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Stadt ins richtige Licht zu setzen“, ließ sich davon ebenso stimulieren wie von Hans-Peter Wellendorff, der weit in die Zukunft schaute. Der großartige Erfolg von Jubiläumskoordinator Gerhard Baral, der beim Pflügen eines vermeintlich dürren Ackers Millionen hervor gebracht habe, könne Modell sein für „noch viel mehr Projekte, die auf Sponsorenbasis finanziert werden könnten, um Pforzheim nach vorne zu bringen“.

Hans-Peter und  Eva, Wellendorff
Hans-Peter und Eva, Wellendorff | Foto: Zick

Ein langlebiges Zeichen für diesen Anspruch könnte werden, was Wellendorff demnächst in die Enz setzen will: ein Schwarzwald-Findling aus Granit soll dort echtvergoldet und nächtens beleuchtet der Goldstadt zur Ehre gereichen. In wenigen Tagen will die Firma außerdem einen Goldstadtring präsentieren. Auch die neue „Heimat der Werte“ versteht Hans-Peter Wellendorff als Jubiläumsgeschenk. Es handelt sich dabei um ein Museum zur Geschichte der Firma und der Stadt als „weiteren Anziehungspunkt für die nationale und internationale Kundschaft“ am Turnplatz.

Design-Preis und Berlinale-Auftritt

„Feiern können alle, aber nachhaltig feiern können nur wenige“, rückte Jubiläumskoordinator Baral die „eigentliche Thematik“ in den Mittelpunkt, die seinen Worten zufolge vor allem Sponsorenkassen geöffnet habe: Die Ornamenta II im Jahr 2022. Dass die Anstrengungen zum Jubiläum bereits jetzt Früchte tragen, wurde natürlich auch nicht verschwiegen. Die Sponsoren sahen den Design-Preis, den es wie berichtet für das Marketingkonzept gab, und erfuhren vom Berlinale-Auftritt, den Goldstadt-Botschafter Dieter Kosslick für seine Heimatstadt besorgt.