Die Ermittler sicherten Spuren am Tag nach der Schießerei in der Nacht auf den 8. März in der Vaihinger Straße in Illingen. | Foto: Recken

Staatsanwaltschaft prüft Akte

Tatverdächtige nach Schießerei in Illingen ermittelt

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Die Schüsse, die in der Nacht auf den 8. März in Illingen gefallen sind, haben die Polizei offenbar vor große Herausforderungen gestellt. Ein halbes Jahr lang beschäftigte sich die 13-köpfige Ermittlungsgruppe „Turbo“ mit dem Fall. Jetzt hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen und die Akte an die Staatsanwaltschaft Pforzheim übergeben. Das bestätigt Bernhard Ebinger, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage. Nun werde die Akte geprüft, dann entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob Anklage erhoben wird.

Mehrere Personen beteiligt

Zum Fall selbst will sich Ebinger nicht äußern, er bestätigt aber, dass gleich mehrere Personen unter Tatverdacht stehen. In Untersuchungshaft sitze derzeit keiner der Tatverdächtigen, so Ebinger weiter.
Das Tatgeschehen selbst stellt sich als recht undurchsichtig dar: Beteiligt waren offenbar zwei Gruppen, die sich gegen 23 Uhr an einer Ampel auf der Wilferdinger Höhe ins Gehege kamen. Es geht um drei Insassen eines roten Kleinwagens, die US-Bürger sind und in Illingen wohnen, sowie um zwei Männer und eine Frau in einem schwarzen Porsche. Warum es zum Streit an der Ampel kam, ist nicht bekannt. Allerdings brachte es die Beteiligten so in Rage, dass sie ihren Konflikt auf einen Einkaufsmarkt-Parkplatz an der B 10 verlagerten. Schließlich folgte der Porsche den drei US-Bürgern bis nach Illingen in die Vaihinger Straße.

Schuss durch die Hauswand

Dort warteten die Insassen des Porsche vor dem Wohnhaus der drei Männer. Als einer der Hausbewohner nach draußen trat, feuerte ein dritter, nicht im Porsche sitzender Mann, mehrere Schüsse auf den US-Bürger ab. Woher der Schütze kam, stellte die Polizei zunächst vor ein Rätsel. Die Ermittler gingen davon aus, dass der Unbekannte, der nicht aus dem Auto geschossen hat, in Begleitung der Porsche-Insassen war. Der Schütze und die drei Insassen des Porsche konnten unerkannt flüchten. Kriminaltechniker entdeckten am Tag darauf ein Projektil, das die Hauswand oberhalb des Schlafzimmerfensters durchdrang. An einem geparkten Auto stießen Beamte auf einen Durchschuss.