Das Theaterspektakel „Goldrausch“ in der Pforzheimer Innenstadt ließen sich an beiden Tagen viele Besucher aus Nah und Fern nicht entgehen.
Das Theaterspektakel „Goldrausch“ in der Pforzheimer Innenstadt ließen sich an beiden Tagen viele Besucher aus Nah und Fern nicht entgehen. | Foto: Fix

Pforzheimer Theaterspektakel

Tausende Besucher verfolgen „Goldrausch“

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Quer durch die Stadt schlängelte sich die Inszenierung der Goldstadtgeschichte am Freitag- und Samstagnacht. Das im Pforzheimer Kurier ausführlich begleitete Fest der Sinne zog laut Veranstalter über 10 000 Besucher an. Beim großen Schlussfeuerwerk auf dem Marktplatz brandete Jubel auf.

Auf dem Marktplatz wurde lange gefeiert

„Die Rückmeldungen der Besucher sind herausragend und übertreffen alles, was wir uns in den kühnsten Träumen vorgestellt haben“, zieht Jubiläumskoordinator Gerhard Baral Bilanz. Viele Besucher seien an beiden Tagen gar aus Karlsruhe, Stuttgart oder Rheinland-Pfalz angereist. „Es herrschte eine positive Stimmung in der Stadt. Auf dem Marktplatz wurde noch lange gefeiert.“

Zu wenig Zeit für die Proben

Monatelang war das Spektakel vom Theater Titanick mit rund 250 Akteuren vorbereitet worden. Uwe Köhler, Künstlerischer Leiter, war vom Ergebnis „begeistert“, wie er sagt. Für die Proben hätte er sich jedoch etwas mehr Zeit gewünscht, um die Orte noch eindrucksvoller mit Licht und Effekten in Szene setzten zu können. „Viele Puzzleteile der Aufführung wurden erst in den vergangenen Tagen zusammengeführt. Es hat dennoch alles auf hohem Niveau sehr gut funktioniert.“

Das war der richtige Weg, auf die Pforzheimer Geschichte zu blicken.

Besonders die Kriegsszene hätte ältere Menschen sehr berührt, berichtet Köhler von seinen Gesprächen mit den Besuchern. Kritik habe es nur vereinzelt gegeben. „An der Schlosskirche war leider die Sicht nicht für alle Zuschauer gewährleistet.“ Dies sei bei einem so großen Tross, dem sich im Verlauf des Abends immer wieder Menschen anschlössen, kaum zu vermeiden. Gerhard Baral, der selbst als Ordner mitlief, berichtet, dass am Samstag noch einmal mehr Besucher vor Ort waren als dies tags zuvor der Fall gewesen sei. „Das war der richtige Weg, auf die Pforzheimer Geschichte zu blicken.“

Positive Stimmung soll weitergetragen werden

Stolze 400 000 Euro hat die Aufführung gekostet. „75 Prozent dieses Geldes kommen von Sponsoren, die das Projekt unterstützen“, sagt Baral. Die Investition habe sich gelohnt.

Mit Blick auf das Jubiläumsjahr betont er, dass es wichtig sei, die positive Stimmung beizubehalten. „Diesen Schwung in unserer Stadt muss man nachhaltig nutzen.“ 140 000 Menschen wollten die Organisatoren mit allen Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums nach Pforzheim locken. Bereits jetzt seien weit mehr als 130 000 Besucher gezählt worden. Viele Veranstaltungen folgen noch. Dabei geht es laut Baral nicht nur darum, eine große Masse an Menschen anzusprechen, sondern auch um kleine, besondere Momente.

Besucherandrang beim „Goldrausch“ war kein Problem

Doch auch wenn viele Gäste zu einem Großereignis kommen, ist die Stadt Pforzheim in der Lage, den Ansturm zu bewältigen. Trotz des großen Besucherandrangs in den beiden Tagen des Theaterspektakels, sei es zu keinen nennenswerten Problemen gekommen. Alexandra Geiger, Sachgebietsleiterin für Straßenverkehrsangelegenheiten beim Pforzheimer Ordnungsamt, zieht daher ein positives Fazit: „Alles hat gut geklappt. Im Nachhinein gab es keine Beschwerden.“

Link: TV-Beitrag des SWR über das Theaterspektakel in Pforzheim