Ein tödlicher Unfall hat sich am Montagmorgen auf der A8 bei Pforzheim ereignet. | Foto: Pixabay

Transporter übersieht Stauende

Tödlicher Unfall auf A8 bei Pforzheim

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Auf der A8 zwischen Pforzheim-Süd und Heimsheim in Fahrtrichtung Karlsruhe hat sich am Montagmorgen ein tödlicher Unfall ereignet. Ein Sprinter war gegen acht Uhr an einem Stauende in Höhe Niefern-Öschelbronn auf einen Lkw aufgefahren. Der Fahrer des Kleintransporters, ein 34-Jähriger aus Tschechien, wurde dabei tödlich verletzt, die Polizei Karlsruhe gibt eine zu hohe Geschwindigkeit als Grund für den Unfall an.

Das Fahrzeug wurde unter den Auflieger des Sattelzugs geschoben. Der 34-Jährige wurde eingeklemmt und konnte nur noch tot aus seinem Fahrzeug geborgen werden, wie die Polizei Karlsruhe mitteilte. Der Kleintransporter musste von einem Kranwagen herausgezogen werden. Der 56-jährige Lenker des Sattelzugs wurde leicht verletzt.

Gaffer auf der A8

Die Berufsfeuerwehr Pforzheim und die Freiwillige Feuerwehr Heimsheim waren mit 28 Kräften und neun Fahrzeugen vor Ort. Ein Rettungshubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Die Autobahn war bis gegen 9.30 Uhr voll gesperrt. Dann konnte der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Der Stau hatte kurzzeitig eine Länge von zwölf Kilometern erreicht.

Auch auf der Gegenfahrbahn staute es sich zwischenzeitlich auf rund zwei Kilometern. Der Grund dafür seien Gaffer gewesen, wie eine Polizeisprecherin erklärte.

Weiterer Unfall auf der Autobahn

Gegen 10.30 Uhr kam es zwischen den Anschlussstellen Heimsheim und Pforzheim-Süd zu einem weiteren Unfall im noch stockenden Verkehr auf der linken Spur. Ein 62 Jahre alter Polo-Fahrer prallte wegen Gesundheitsproblemen zunächst gegen einen vor ihm fahrenden Klein-Lkw, dann gegen die Betongleitwand und in der Folge nochmals gegen den Transporter, teilte das Karlsruher Polizeipräsidium mit. Der Verursacher musste von der Feuerwehr befreit werden. Da der 62-Jährige in Lebensgefahr schwebte, wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik eingeliefert. Für die Landung des Helikopters musste die Fahrbahn erneut voll gesperrt werden.

Bei den zwei Unfällen entstand nach Angaben der Polizei insgesamt ein Sachschaden von rund 50.000 Euro.