Deniz Sila Toy ist auf einen Stammzellenspender angewiesen, um ihre Krankheit zu überleben. | Foto: PK

Pforzheimerin hat Blutkrebs

Typisierungsaktion soll Deniz Silas Leben retten

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Von Jürgen Peche
Die 14-jährige Deniz Sila Toy aus Pforzheim hat Blutkrebs. Sie ist Schülerin am Hilda-Gymnasium und geht dort in die siebte Klasse. Eine Stammzellenspende ist ihre einzige Überlebenschance, denn die schwere Form der Leukämie ist nicht mit einer Chemotherapie behandelbar. Bislang ist die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ mittels der DKMS leider nicht erfolgreich. Deshalb unternimmt die gemeinnützige Gesellschaft zusammen mit den Eltern von Denis am Sonntag, 14. Mai, zwischen 11 und 16 Uhr in der Bertha-Benz-Halle des Hilda-Gymnasiums eine Typisierungsaktion.

Als Spender können sich Menschen zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen

Wer gesund ist und zwischen 17 und 55 Jahren alt, kann sich an diesem Tag als potenzieller Stammzellenspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden benötigt, da die Registrierung jeden neuen potenziellen Spenders Kosten in Höhe von 40 Euro verursachen.
Deniz erhielt vor etwa drei Wochen aus heiterem Himmel die Diagnose. Sie wurde an der Uniklinik Tübingen behandelt, ist aber inzwischen wieder zu Hause bei ihren Eltern.

Wir sind nicht bereit, so schnell aufzugeben

Deniz ist ein aufgewecktes Mädchen, das vor sechs Jahren mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland kam. Sie träumt davon, einmal Psychologie zu studieren, um Menschen helfen zu können. Doch im Moment ist sie selbst auf Hilfe angewiesen, denn nur eine Stammzellen-Transplantation kann ihr Leben retten. Deniz kann nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellenspende bereit ist. „Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellenspender registrieren lassen“, erzählt ihre Mutter Gaye Demirbas Ugurtas voller Hoffnung, dass ein passender Spender dabei ist. „Wir sind nicht bereit, so schnell aufzugeben“, ist die Mutter kämpferisch, und Deniz sei trotz ihrer Diagnose stark und fröhlich. Unter dem Motto „Deniz sucht Helden“ appellieren die Freunde der Familie von Deniz an die Menschen in der Region, sich in die Kartei der DKMS aufnehmen zu lassen und zur Typisierungsaktion zu kommen.

Typisierungsaktion in der Bertha-Benz-Halle

Die Registrierung geht einfach und schnell: Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender fünf Milliliter Blut abgenommen, damit dessen Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits bei einer früheren Aktion registrieren ließen, müssen nicht mehr erneut mitmachen, da ihre Daten weiterhin für Patienten weltweit zur Verfügung stehen. Nach der kleinen „Blutspende“ gibt es in der Halle ein Vesper zur Stärkung und als Dankeschön. Die Eltern sorgen dafür mit Spenden von Bäckereien und anderen Betrieben.
Hilda-Schulleiterin Edith Drescher will sich bei der Aktion auch registrieren lassen. Die Schule sogt außerdem bei der Aktion für die nötige Einrichtung in der Halle: für Tische, Stühle, Liegen und Sichtschutz. Auch die Mitschüler von Deniz wollen einen Beitrag leisten: Da sie selbst noch nicht Knochenmark spenden dürfen, sammeln sie Spenden und überlegen sich dazu neue Aktionen.

Da die DKMS als gemeinnützige Gesellschaft auf Spendengelder angewiesen ist, wird um finanzielle Unterstützung gebeten auf das Konto DKMS, Kreissparkasse Ludwigsburg, IBAN: DE84 6045 0050 0030 1144 16, Verwendungszweck: „Deniz“.