Mit großem Aufgebot rückte die Feuerwehr in der Nacht zum Montag in der Singener Markstraße an. Dort haben ein oder mehrere Personen sechs Autos abgefackelt. | Foto: Gress

100.000 Euro Sachschaden

Unbekannte stecken sechs Autos in Remchingen in Brand

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In Remchingen (Enzkreis) haben in der Nacht zum Montag in einer Straße sechs Autos gebrannt. Der oder die Brandstifter hätten die Fahrzeuge kurz vor Mitternacht angezündet, teilte die Polizei mit. Einige Autos standen unter dem Vorsprung eines Wohnhauses, dieses wurde durch den Brand beschädigt.

Eine knappe Woche nach der Serienbrandstiftung an Autos in Maihälden bekommt es die vom Kriminalkommissariat Pforzheim eingerichtete Ermittlungsgruppe mit weiteren Fällen zu tun: Sechs Fahrzeuge sind am Sonntag kurz vor Mitternacht in der Marktstraße in Remchingen-Singen abgefackelt worden. Jetzt rätselt die Polizei, ob es einen Zusammenhang gibt. Eine sofort eingeleitete Fahndung habe nichts ergeben.

Die Ermittler befassten sich am Montag zunächst auch mit der Personalie eines Feuerteufels, der vor einem Jahr in Remchingen wütete und in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wurde. Am Nachmittag berichtet ein Polizeisprecher auf Anfrage des Kurier: „Der damalige Brandstifter kann es nicht gewesen sein.“

Spuren untersucht und Anwohner befragt

Am Montagmorgen seien die Tatorte in der Marktstraße auf Gegenstände und mögliche Spuren untersucht sowie Anwohner befragt worden. Sofern es weitere Erkenntnisse geben sollte – die Polizei will sie vorerst unter dem Deckel halten, „um die Ermittlungen nicht zu behindern“, wie der Sprecher erläutert. Die 15-köpfige Ermittlungsgruppe arbeite unter Hochdruck.

Im Gegensatz zu den fünf Maihäldener Brandfahrzeugen vom vergangenen Dienstagabend handelt es sich bei den in Singen abgebrannten Autos überwiegend um Mittelklassewagen. Vier standen nebeneinander auf einem Parkplatz. Ein fünftes Auto war ebenfalls in der Marktstraße in einem Carport geparkt und angezündet worden.

Durch Hitze wurden auch Gebäude beschädigt

Durch die starke Hitze wurden das daneben geparkte Auto und ein Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Gezielt in Brand gesteckt haben der oder die Täter demnach nicht sechs, sondern fünf Wagen – so viele wie in Maihälden.

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Dort hatten Anwohner zwei Personen von einem brennenden Auto weglaufen sehen. Zu den Brandanschlägen am Sonntag in Singen gibt es hingegen nach jetzigem Stand keine Zeugen. Mittlerweile hat sich bei den Ermittlern ein Mann gemeldet, der am Dienstagabend seinen Hund in Maihälden Gassi führte. Ob er sachdienliche Hinweise geben konnte, ist nicht bekannt.

Auch in Singen hat die Feuerwehr Schlimmeres verhindert. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 100.000 Euro. Im Fall von Maihälden will die Bild-Zeitung vergangenen Mittwoch erfahren haben, dass in einem Mülleimer Skizzen mit den Tatorten gefunden worden seien. Bei der Polizei will man diese Angabe weder bestätigen, noch dementieren.

Zeugenhinweise an den Kriminaldauerdienst Karlsruhe, Telefon (0721) 6665555.