Ursachenforschung: Brandermittler der Kriminalpolizei Karlsruhe sichern Spuren beim Brandhaus in der Wöschbacher Friedenstraße.
Ursachenforschung: Brandermittler der Kriminalpolizei Karlsruhe sichern Spuren beim Brandhaus in der Wöschbacher Friedenstraße. | Foto: str

Kripo hat viel zu tun

Ursachen für Wohnhausbrände in Straubenhardt und Pfinztal noch unklar

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Viel Arbeit für die Brandermittler der Polizei: Zwei Wohnhausbrände in der Region haben am Freitagabend insgesamt vier Familien ihres Zuhause beraubt. Die Brandursachen waren Polizeiangaben zufolge zunächst noch unklar.

Am Samstag waren Brandermittler der Kriminalpolizei im Einsatz. „Bislang gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse“, so ein Polizeisprecher gegenüber dieser Redaktion am Sonntag.

Zunächst wurde gegen 21.30 Uhr in einem Einfamilienhaus in Straubenhardt-Feldrennach (Enzkreis) ein Feuer durch einen Nachbar entdeckt. Der Brand war wohl im Wintergarten ausgebrochen und breitete sich über den Balkon auf das Wohnhaus aus.

Feuerwehr verhindert in Straubenhardt Schlimmeres

Durch das schnelle Eingreifen der Freiwilligen Feuerwehren aus Straubenhardt und Neuenbürg, insgesamt 53 Kräfte, konnte der Brand rasch gelöscht werden, teilte das Polizeipräsidium Pforzheim mit. Eine Feuerwehrfrau wurde den Angaben zufolge bei der Brandbekämpfung leicht verletzt.

Das Rote Kreuz war mit fünf Einsatzkräften vor Ort. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf 150.000 Euro. Das Einfamilienhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Die vierköpfige Familie, die beim Ausbruch des Feuers nicht zu Hause war, kam bei Verwandten unter. Für die Klärung der Brandursache ist das Kriminalkommissariat Calw zuständig, das dem neuen Polizeipräsidium Pforzheim angeschlossen ist.

Besonders hartnäckig gestaltete sich der zweite Wohnungsbrand am späten Freitagabend – ein Dachstuhlbrand in Pfinztal-Wöschbach (Landkreis Karlsruhe). Anwohner hatten gegen 23.30 Uhr über Notruf gemeldet, dass ein Mehrfamilienhaus in der Friedenstraße brennt.

Brand in Pfinztal gestaltet sich hartnäckig

Da noch Personen im Haus waren, rückten nicht nur 15 Fahrzeuge der Feuerwehr Pfinztal mit 44 Einsatzkräften aus, sondern auch 36 Rettungskräfte mit drei Krankenwagen. „Alle noch im Haus befindlichen Bewohner konnten gewarnt werden und das Objekt ungefährdet verlassen“, so ein Feuerwehrsprecher.

Das Feuer konnte zunächst bis gegen 2.40 Uhr gelöscht werden. Allerdings flammten am frühen Morgen Glutnester im Gebälk wieder auf und es brannte erneut. Gegen 6 Uhr ging ein erneuter Notruf ein, wie ein Karlsruher Polizeisprecher bestätigte. Feuerwehrkräfte des Landkreises rückten zum zweiten Mal zur Brandruine aus. Eine Brandwache war offenbar nicht eingerichtet worden.

Durch den Brandschaden wurde das Mehrfamilienhaus für die drei Familien zunächst unbewohnbar. Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 200.000 Euro. Das Gebäude wurde Polizeiangaben zufolge zur Spurensicherung versiegelt.