Mit einem Hubschrauber hat die Polizei nach dem Täter gesucht. | Foto: BNN (Symbolbild)

Junge löst Großfahndung aus

„Vermisster“ war in der Schlössle Galerie

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Für viel Aufregung und einen großen Polizeieinsatz hat ein siebenjähriger Junge aus Ellmendingen gesorgt: Nach Schulschluss am Dienstagmittag ging er nicht nach Hause, wo seine Eltern vergeblich auf ihn warteten, sondern schlenderte in der  Schlössle Galerie in Pforzheim umher. Kurz nach 20 Uhr trudelte das Kind putzmunter daheim ein.

Polizei sucht mit Hubschrauber und Spürhund

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei bereits stundenlang intensiv nach dem vermisst geglaubten Kind gefahndet. Sechs Streifenwagenbesatzungen grasten die Enzkreisgemeinde und umliegende Waldstücke ab. Zur Unterstützung kam ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und einem Mantrailer aus Göppingen. Dieser speziell ausgebildete Personenspürhund nahm die Fährte des Kindes auf.

Nach Schulschluss warten Eltern vergeblich

Um 13.15 Uhr ist der Unterricht des Schülers der Johannes-Kepler-Schule zu Ende. Als er nicht nach Hause kommt, suchen die Eltern Spielplätze und weitere mögliche Aufenthaltsorte in der Enzkreisgemeinde ab. Sie telefonieren mit Klassenkameraden, fragen die Lehrerin. Keiner weiß etwas vom Verbleib des Jungen. Dann alarmieren die verzweifelten Eltern die Polizei. Die Fahnder durchsuchen auch das Schulhaus, das zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen ist, und sprechen mit dem Schulleiter.

„Ganz entspannt“

Kurz nach 20 Uhr kommt schließlich die Entwarnung und für die Eltern eine Riesenerleichterung: Eine Bekannte der Familie sieht den Jungen in Ellmendingen, der offenbar auf dem Heimweg ist, und meldet dies der Polizei. Er sei ganz entspannt gewesen, so zitiert ein Polizeisprecher die Frau. „Nun unterhält sich die Kriminalpolizei noch mit dem Jungen. Ein bisschen mit erhobenem Zeigefinger, das muss schon sein“, meint abschließend der Polizeisprecher zu dem Schrecken mit glücklichem Ende.