Rodung: An der Dietlinger Straße wird in diesen Tagen das Baufeld für die Arbeiten am künftigen Arlingertunnel freigemacht. | Foto: Jürgen Müller

Großprojekt Westtangente

Vorarbeiten für Pforzheimer Arlingertunnel haben begonnen

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Ein Mammutprojekt wirft seine Schatten voraus: Für den 1,35 Kilometer langen Arlingertunnel haben die Vorarbeiten begonnen. Dort, wo bald das Nordportal entstehen soll, wird aktuell für das Baufeld gerodet. Beim Regierungspräsidium hat man nach der europaweiten Ausschreibung auch schon einen Favoriten unter den Angeboten für die Tunnelarbeiten. Der Vergabevorschlag geht Mitte der Woche ans Verkehrsministerium in Stuttgart. Ab Mai könnte es dann mit den Hauptarbeiten am Tunnel losgehen.

Auch an anderer Stelle macht die künftige Pforzheimer Westtangente – zu der der Arlingertunnel gehört – große Fortschritte. Der Teil zwischen Dietlinger Straße und Wilferdinger Höhe dürfte wie berichtet Ende April für den Verkehr freigegeben werden – drei Monate früher als geplant. An diesem verbesserten Zeithorizont hat sich laut Projektleiter Michael Schwab über den Winter nichts geändert. Aktuell wird noch der großflächige Steinschlagschutz am Fahrbahnrand eingebaut. Diese Woche werden auf der ganzen Länge die Stahlschutzplanken installiert. „Nächste Woche kommt dann die Fahrbahndecke“, sagt Schwab. Anschließend wird die Fahrbahn markiert und die Arbeiter bringen zahlreiche Schilder an.

2023 könnte Tunnel in Betrieb gehen

Auf diesem nördlichen Abschnitt fahren dann also schon die Autos, wenn im Mai etwas weiter südlich die großen Baugeräte für den Arlingertunnel anrollen. Dreieinhalb Jahre sind für dessen Rohbau vorgesehen. Anschließend dürfte die „Betriebsausstattung“ nochmal rund ein Jahr dauern. 2023 wäre damit der sogenannte erste Bauabschnitt der neuen Pforzheimer Westtangente komplett abgeschlossen. Sie reicht dann von der A8-Anschlussstelle Pforzheim-West bis zur B294. Die Fortführung nach Süden als weiterer Schritt liegt dagegen in weiter Ferne.
Rodungsarbeiten im Bernhardshäuleloch: Hier entsteht der Lagerplatz für das Ausbruchmaterial aus dem künftigen Arlingertunnel. | Foto: Jürgen Müller

Rodung am Bernhardshäuleloch

Während die Rodung am künftigen Nordportal aktuell läuft, sind weiter nördlich bereits Hecken, Sträucher und einige Bäume entfernt. Beim Bernhardshäuleloch sollen auf 20.000 Quadratmetern einmal die 150.000 Kubikmeter Ausbruchmaterial aus dem Arlingertunnel gelagert werden. Der Vergabevorschlag für die Tunnelarbeiten geht diese Woche ans Ministerium in Stuttgart und später von dort weiter ans Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Bonn. Vier bis sechs Wochen rechnet Projektleiter Schwab für den Weg durch die Behörden. Wenn dann keine Einwände bestehen, „wollen wir schleunigst beginnen“, kündigt Schwab an. Als weitere Vorarbeiten für den Tunnel planen die Stadtwerke im April die Umverlegung bestehender Versorgungsleitungen.