So war’s: Der Mittelaltermarkt Pforzheim ist ein beliebter Treffpunkt in der dunkelsten Jahreszeit.
So war’s: Der Mittelaltermarkt Pforzheim ist ein beliebter Treffpunkt in der dunkelsten Jahreszeit. | Foto: Roth

Kultur

Vorbereitungen für den Mittelaltermarkt in Pforzheim laufen

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Der Wind hat merklich aufgefrischt. Acht Grad Celsius über dem Gefrierpunkt scheinen utopisch, gefühlt ist es kälter. Es scheint ganz so, als ob das schon mal die Einstimmung auf den Mittelaltermarkt in Pforzheim ist, der am 25. November eröffnet wird und bis 29. Dezember täglich von 11.30 bis 21.30 Uhr geöffnet haben wird.

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Roth

So recht kann man sich das zwar noch nicht vorstellen, aber die Vorboten sind seit Donnerstag da: Die Holzschnitzel liegen auf der Grünfläche im Blumenhof, die Brücke, die zu dem gemütlichen Teil des Marktes über die Beete führen wird, haben die Mitarbeiter des Bauhofes auch schon installiert.

Leitungsarbeiten für die City-Ost haben Platz gemacht

Die Leitungsarbeiten für die City-Ost haben rechtzeitig Platz gemacht. Und ein Transporter hat auch schon neben der Barfüßerkirche geparkt. Mit Solarzellen auf dem Dach des Fahrerhauses. „Klar, wir sind ja auch die Hälfte des Jahres unterwegs und so sind wir unabhängig von Strom“, sagt Crischan Moll. Und zieht mit seiner Frau Carmen Schluchter das nächste Stück Holz aus dem Anhänger. Nicht etwa, um ein wärmendes Feuer zu entfachen; die Wärme muss von innen kommen, beim Arbeiten.

So wird’s: Das Schild, das Crischan Moll und seine Frau Carmen Schluchter aus dem Anhänger ziehen, kündet von leckerem Käse, den es ab 25. November an dieser Stelle auf dem Pforzheimer Mittelaltermarkt geben wird.
So wird’s: Das Schild, das Crischan Moll und seine Frau Carmen Schluchter aus dem Anhänger ziehen, kündet von leckerem Käse, den es ab 25. November an dieser Stelle auf dem Pforzheimer Mittelaltermarkt geben wird. | Foto: Roth

Moll und Schluchter sind Vorstand des Vereins „Lebendiges Mittelalter“

Das Paar vom Verein „Lebendiges Mittelalter“ ist am frühen Donnerstag erst mal damit beschäftigt, die Bodenplatten zusammenzuschrauben, auf denen ab dem 25. November dann echter Raclette-Käse aus der Schweiz angeboten wird. „Gut möglich, dass wir nächstes Jahr mal was ersetzen müssen“, meint Carmen Schluchter mit Blick auf die Platten, die sich teilweise an den Rändern ausgefranst darstellen.

Das Schild ist schon dabei. Weit transportieren mussten Moll und Schluchter, die ihren Wohnsitz in der Nähe von Schwäbisch Hall haben, nicht. „Das lagert alles beim Schlachthof ein“, erklärt Moll. Dort hat der Verein ein Lager, das inzwischen voll ist mit Pforzheimer Spezialitäten. „Dort werden Dinge eingelagert, die wir nur hier brauchen.“ Was das ist, erklärt er: „Etwa verschiedene Fußböden, Bänke, die Portale, die Brücke und das Badehaus.“

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Er sei froh, dass der Bauhof die Brücke übernommen habe, denn für deren Aufbau brauche man auch einen Kran. Das Klohäuschen wird übrigens auch mit Hilfe der Stadt seinen Standort finden. Während Crischan Moll mit seiner Frau innerhalb von zwei Tagen den Raclette-Stand aufbaut – und danach in den nächsten Tagen einen weiteren mit Holzartikeln im Bereich des Holzschnitzel-Areals – werden ringsherum die anderen Stände in die Höhe wachsen. „Das Badehaus ist am aufwendigsten“, weiß Moll.

Viele Einzelteile werden dann um ein Zelt herum gebaut. Im Bewirtungsteil haben 30 Leute Platz, im Zuber acht Personen. Die lassen mal den Vorhang auf, damit das Spektakel öffentlich wird, mal wird er zugezogen, wenn man unter sich sein will.

Eingespieltes Team beim Pforzheimer Mittelaltermarkt

Alle 33 Teilnehmer am Pforzheimer Mittelaltermarkt wissen genau, wo sie hin müssen. Der Standort ist festgelegt und da der Markt nicht nur bei Besuchern, sondern auch bei den Schaustellern beliebt ist, wechselt dieser auch nicht mehr. „Seit drei, vier Jahren ist das eingespielt“, sagt Crischan Moll. Er findet, „die stehen optimal“.

An der Bühne vorbei zieht die Karawane, wie er den Besucherstrom nennt, die Taverne wurde einzig etwas verlegt. Und dann wäre da eben der Ruhebereich mit Holzfeuer und den besagten Holzschnitzeln. „Das ist vor allem für