Trubel und Heiterkeit: Was der Freitagsregen vermiest hat, holt der erste Adventssamstag auf dem Weihnachtsmarkt locker wieder rein. Dicht an dicht drängen sich die Besucher. Auch am Sonntag trotzen die Menschen den vereinzelten Regentropfen.
Trubel und Heiterkeit: Was der Freitagsregen vermiest hat, holt der erste Adventssamstag auf dem Weihnachtsmarkt locker wieder rein. Dicht an dicht drängen sich die Besucher. Auch am Sonntag trotzen die Menschen den vereinzelten Regentropfen. | Foto: Roth

Winterlicher Start

Weihnachtsmarkt unter optimalen Bedingungen in Pforzheim

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Der Start des Pforzheimer Weihnachtsmarkts ist in den ersten Tagen von Regen begleitet worden. Pünktlich zum Wochenende herrschen dann jedoch optimale Bedingungen: Das winterliche, trockene Wetter zieht Besucher auf Weihnachtsmarkt und Mittelaltermarkt.

Von unserer Mitarbeiterin Susanne Roth

Seit einer Woche nun bimmeln die Glöckchen, strahlen die Lichterketten um die Wette und dampft der Glühwein in der Fußgängerzone von Pforzheim. Der Start in die diesjährige Weihnachtsmarkt-Mittelaltermarkt-Eislaufflächen-Saison ist in den ersten Tagen allerdings stetig von Regentropfen begleitet, und zwar täglich. Am Freitag dann gießt es wie aus eisigen Kübeln. Dazu frischt der Wind auf. Das ist dann für einen Markt zumindest suboptimal.

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Zum Wochenende optimale Bedingungen auf dem Weihnachtsmarkt

Aber rechtzeitig zum Wochenende herrschen optimale Bedingungen: Die Temperaturen pendeln sich knapp über der Gefriergrenze ein, es bleibt trocken. Klamme Finger sind gut, denn dann klammern sich diese an warmen Glühweinbechern fest. „Das gehört ja irgendwie dazu, ein Glühwein“, sagt der Kieselbronner Martin Burger, der ansonsten Gas-Grillgeräte herstellt und den Weihnachtsmarkt „nebenher“ macht. Er vertreibt an seinem Gastronomiestand auch über 70 Liköre und Brände, die „man natürlich auch probieren kann“ – und eben den klassischen Glühwein sowie Maultaschen.

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Dass im vergangenen Jahr am ersten Freitag mehr los war – geschenkt. „Das kann auch sein, es verlagert sich. Kann man nie so genau sagen“, so Burger. Und das sei ja auch wetterabhängig. „Wenn es den ganzen Tag regnet und die Scheiben nass sind, geh ich abends auch nicht mehr raus“, äußert er Verständnis. Da nütze es auch nichts, wenn es abends aufhört. Allerdings schauen er und seine Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt sehr zufrieden auf einen „normalen Samstag“ mit viel Besuch. Und auch am Sonntag sind viele Besucher auf den Pforzheimer Märkten unterwegs.

Essen und Trinken sind immer ganz gut

Martin Burger, betreibt einen Gastronomiestand auf dem Pforzheimer Weihnachtsmarkt

„Essen und Trinken sind immer ganz gut“, so Burgers Urteil. Egal, ob Maultaschen oder Flammkuchen. Auch, dass der Besuch des Weihnachtsmarktes unter der Woche verhaltener ist, sei normal. Richtung Wochenende „nimmt es dann zu“. Da genehmigen sich die Leute auch mal am Donnerstag schon abends einen Glühwein. Die letzte Woche sei erwartungsgemäß dann die stärkste, was den Einkauf von Geschenken betrifft. Liköre seien da sehr beliebt.

Wetter spielt keine große Rolle

Auf die letzte Woche muss Anke Weber bei Stand Kaufer gar nicht erst warten. Sie zeigt sich vom ersten Tag an sehr zufrieden in ihrer mit Sprossenfenstern heimelig beleuchteten Weihnachtsbude, wo es vom Engelchen bis zum Räuchermännchen und Wichtel alles gibt. Das Wetter spiele keine große Rolle bei ihr, sagt sie. Dass indessen die Leute erst kommen und nur schauen und „eine Stunde später zurück kommen und kaufen“, das beobachtet sie. „Wir sind sehr zufrieden.“

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Es hat sich wohl auch herumgesprochen, dass beim Stand Kaufer Ersatzteile für Krippen und Ersatzlampen für Leuchtbögen und anderes zu haben sind. „Dinge, die man sonst kaum irgendwo findet.“ Wie etwa die „Puppenkerzle“. Aber es kommen wohl auch Sammler von Räuchermännchen. Was den Duft betrifft, da ist vor allem die Winter-Orange ein Renner. „Ach, die haben wir früher immer gemacht“, sagt eine Besucherin und zeigt auf die Strohsterne.

Schnee soll gut fürs Geschäft sein

Die Begeisterung über die erste Woche hält sich bei Mirjam Rotzmann an der Westseite der Eisfläche eher noch in Grenzen. „Es war okay“, sagt sie über die ersten Tage. Dass das Geschäft mit den beleuchteten Weihnachtssternen und dem Silberschmuck noch eher verhalten war, führt sie auch auf ihren zugigen Standort zurück. Sie freut sich schon auf den ersten Schnee. Der sei immer gut fürs Geschäft.

Und auf dem Mittelaltermarkt? Laut Joanna Rosenbröyer, die da steht, wo es nach Raclettekäse riecht, lief es von der ersten Minute an gut.

Bis zum 12. Dezember suchen der Pforzheimer Kurier und die Stadtverwaltung den schönsten Weihnachtsmarktstand. Abstimmen kann man online sowie in der Geschäftsstelle des Pforzheimer Kuriers (Westliche Karl-Friedrich Straße 24 in Pforzheim).