Zwei Tote gab es bei einem Unfall auf der A 8 bei Wimsheim | Foto: Patrick Seeger/Archiv/dpa

Auf Stauende aufgefahren

81-Jährige verursachte tödlichen Unfall auf A 8 bei Wimsheim

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Der schwere  Verkehrsunfall mit zwei Todesopfern auf der A 8 bei Wimsheim ist von einer 81-jährigen Fahrzeuglenkerin verursacht worden,  die laut den polizeilichen Ermittlungen mit hoher Geschwindigkeit in ein Stauende gefahren und  in der Folge insgesamt zehn weitere Fahrzeuge ineinander geschoben hatte.   Für ein Ehepaar im Alter von 66 und 67 Jahren seien die Aufprallfolgen so heftig gewesen, dass auch die schnelle medizinische Hilfe zu spät kam, hieß es im Polizeibericht.

Zehn Autos ineinander geschoben

Sieben weitere Unfallbeteiligte wurden, teilweise schwer verletzt, in Krankenhäuser eingeliefert. Der Unfall ereignete sich am Sonntagmittag gegen 11.50 Uhr auf der Autobahn 8 zwischen Leonberg und Pforzheim im dreispurigen Autobahnbereich in Fahrtrichtung Karlsruhe auf gerader Strecke, „witterungsbedingte Einflüsse waren nicht erkennbar“, so die Polizei.

Sachverständiger hinzugezogen

Der Stau, auf den die Fahrzeuglenkerin aufgefahren war, hatte sich aufgrund eines anderen Verkehrsunfalles zwischen den Anschlussstellen Pforzheim-Süd und Pforzheim-Ost gebildet.  Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Der Autobahnabschnitt war bis gegen 15.45 Uhr voll gesperrt, eine Verkehrsableitung erfolgte teilweise schon im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ludwigsburg.

Zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz

Zur Bergung und Versorgung waren sieben Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr sowie vier Rettungswagen, drei Notarztwagen, ein Leitender Notarzt, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes und ein Rettungshubschrauber eingesetzt. Die Polizei war mit insgesamt zehn Streifenbesatzungen sowie einem Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Ermittlungen werden vom Verkehrskommissariat Pforzheim geführt und dauern an.

Gaffer behinderten die Rettungsarbeiten

In Fahrtrichtung Karlsruhe betrug der Rückstau zeitweise bis zu elf Kilometer, hier bat die Polizei, eine Gasse für die Rettungsfahrzeuge freizuhalten.Mittlerweile sind die beteiligten Unfallfahrzeuge abgeschleppt, die Reinigungsarbeiten dauern noch an. In der Gegenrichtung staute sich der Verkehr  zwischen Pforzheim-Süd und Heimsheim auf drei Kilometern. Hier klagte die Polizei in den Verkehrsmeldungen zeitweise über „Gaffer“, die die Rettungsarbeiten behindern würden. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.