Die Auer Sternsinger haben sich schon einige Fragen überlegt, die sie dem Ministerpräsidenten stellen werden.
Die Auer Sternsinger haben sich schon einige Fragen überlegt, die sie dem Ministerpräsidenten stellen werden. | Foto: Collet

Besuch beim Minsterpräsidenten

Auer Sternsinger zu Gast bei Kretschmann

Anzeige

„Damit haben wir überhaupt nicht gerechnet“. Reichlich überrascht zeigte sich Gabriele Semmle vom Ministrantenteam der Pfarrgemeinde St. Andreas in Au am Rhein über die Nachricht aus Stuttgart. Denn: Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren ist eine Gruppe aus der Seelsorgeeinheit Durmersheim-Au am Rhein beim offiziellen Empfang von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für Sternsingergruppen in Stuttgart mit von der Partie.
Bereits im Jahr 2012 weilte eine Abordnung aus Au am Rhein am Dreikönigstag in der Landeshauptstadt – nun war den Sternsingern von St. Andreas erneut das Losglück hold. „Bei einem Sterninger-Fit-Abend, bei dem es um die Vorbereitung der aktuellen Aktion ging haben wir uns in eine Liste eingetragen, wobei die Chance bestand, entweder beim Empfang des Ministerpräsidenten oder bei einem großen Sternsinger-Treffen in Rust dabei zu sein“, erzählt Organisatorin Gabriele Semmle.
Anfang Dezember kam dann die gleichermaßen positive wie unverhoffte Nachricht aus Stuttgart. „Vier Gruppen aus der Erzdiözese Freiburg und vier aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurden eingeladen“, sagt Semmle. Neben der Gruppe von St. Andreas sind aus der Erzdiözese Freiburg noch Sternsinger aus Mudau, Laufenburg-Albbruck-Birndorf und Hockenheim bei Kretschmann zu Gast.

Die Dienstältesten fahren nach Stuttgart

Insgesamt wurden in St. Andreas 27 Sternsinger ausgeschickt, um als Kaspar, Melchior und Balthasar durch den Ort zu ziehen. „Es sind allesamt Ministranten“, sagt Semmle. Lediglich acht von ihnen können allerdings nach Stuttgart fahren. Fällt da die Auswahl nicht besonders schwer? „Wir haben überlegt und uns für die Dienstältesten entschieden, weil dieser Besuch beim Ministerpräsidenten auch eine Art Dankeschön für die Gruppenverantwortlichen sein soll“, wie die Betreuerin betont.
„Das wird für uns sehr interessant“, ist deshalb auch nicht nur Christian Schild überzeugt, der von den Auserwählten über die größte Ministranten-Erfahrung verfügt. Jede Gruppe, die sich im Neuen Schloss einfindet hat derweil die Aufgabe, einen besonderen Beitrag zu leisten. Und wie schon vor fünf Jahren hat sich die Delegation aus Au am Rhein dafür entschieden, drei Fragen an den Ministerpräsidenten zu richten. Aus zahlreichen Vorschlägen haben Semmle und ihre Mitstreiterin Ingrid Kopka drei ausgewählt. Zum einen soll Kretschmann beschreiben, was er mit dem diesjährigen Motto der Sternsinger-Aktion „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – in Kenia und weltweit“ verbindet. Außerdem interessieren sich die Gäste aus Au dafür, wie es dem Ministerpräsidenten gelingt, die Zeit für Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Und überdies wollen sie wissen, weshalb sich Kretschmann eigentlich für die Partei Bündnis 90/Die Grünen entschieden hat. „Wir haben bewusst darauf geachtet, dass andere Fragen gestellt werden, als bei unserem letzten Besuch“, wie Semmle („Für uns war damals besonders beeindruckend, wie viele Presseleute, Kamerateams und Fotografen bei diesem Empfang dabei waren“) unterstreicht. Nachwuchssorgen bei den Ministranten seien in der Pfarrgemeinde St. Andreas im Übrigen eigentlich kein Thema: „Vier versuchen da schon die Kommunionkinder anzusprechen und man kann auch in die Arbeit der Ministranten hineinschnuppern. Außerdem sind wir eine große Gemeinschaft und eine tolle Truppe – mit viel Zusammenhalt.“