Tendenz sinkend: Die Anzahl der Unfälle in Rastatt ging im vergangenen Jahr zurück. Es krachte 1.747 Mal, wie hier im Januar auf der B462 bei Rauental. | Foto: Hans-Jürgen Collet

Polizei legt Statistik vor

Auf den Straßen der Stadt Rastatt passieren weniger Unfälle

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Fast alle Pfeile zeigen nach unten: Die Unfallstatistik des Polizeireviers Rastatt weist viele positive Tendenzen auf. Im Vergleich zum Vorjahr gab es weniger Unfälle und auch weniger Verletzte. Nur eine Kurve ist deutlich angestiegen: Die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol oder Drogen im Spiel waren. Laut Revierleiter Andreas Dahm hat das aber nicht unbedingt damit zu tun, dass sich tatsächlich mehr Fahrer betrunken ans Steuer setzen.

1.747 Mal krachte es im vergangenen Jahr auf den Straßen Rastatts. Das waren 117 Unfälle weniger als 2018. Grundsätzlich ist die Tendenz in den vergangenen Jahren allerdings steigend. Zum Vergleich: 2010 bis 2012 hatte die Unfallzahl noch jeweils unter 1.400 gelegen. Polizeichef Dahm führt das darauf zurück, dass auf den Straßen mittlerweile deutlich mehr los ist.

Vier Verkehrsteilnehmer kommen ums Leben

Grundsätzlich freut er sich aber über die aktuelle Entwicklung der Zahlen. Denn auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden sank 2019 von 242 auf 221, die der Verletzten von 287 auf 277. 27 Personen wurden schwer verletzt. Wie 2018 kamen vier Verkehrsteilnehmer ums Leben.

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Rückläufig waren auch die Unfälle mit motorisierten Zweirädern, Radfahrern und Fußgängern. Besonders freut Dahm die Entwicklung bei den Schulwegunfällen. Während es 2018 noch zehn Stück waren, gab es im vergangenen Jahr nur zwei – ein Rückgang von 80 Prozent.

Um mehr als ein Viertel sank die Zahl der Lkw-Unfälle: von 66 auf 48. Ein Minus weist die Statistik zwar auch bei den Fahrerfluchten aus, das fällt mit 1,8 Prozent aber minimal aus. Nach wie vor gilt: Bei etwa jedem vierten Unfall haut einer der Beteiligten ab.

Überhöhte Geschwindigkeit nur bei einem von 100 Unfällen die Ursache

Die meisten Unfälle passieren beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Es folgen Vorfahrtsverstöße und zu geringer Abstand. Überhöhte Geschwindigkeit spielt eine vergleichsweise geringe Rolle. Nur bei etwa einem von hundert Unfällen war das die Ursache. Knapp davor liegt in der Statistik noch der Alkohol mit einem Anteil von 1,9 Prozent.

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In absoluten Zahlen sind die Alkoholunfälle allerdings gestiegen: von 28 auf 34. Prozentual entspricht das einem Zuwachs von rund 21 Prozent. Laut Dahm muss das aber kein Hinweis darauf sein, dass auch die Zahl der Trunkenheitsfahrten zugenommen hat. Die Quote hänge auch damit zusammen, wie oft ermittelt werden könne, dass Alkohol im Spiel war. In diesem Zusammenhang nehme die Sensibilität der Beamten zu.