Das britische Duo Barada Street beim Tête à Tête auf dem Marktplatz | Foto: Friedrich

Zwischenbilanz zum Tête-à-Tête

Auf Rastatts Straßen geht es ab

Nach dem Eröffnungsabend mit Jonglage, Slapstick und Artistik in der Badner Halle ging es für die Künstler des tête-à-tête nun richtig los. Auf den Straßen ging es ab: Da sorgten die Musiker von „Mr. Wilson’s Second Liners“ auf dem Marktplatz ordentlich mit einem Mix aus 90er-Popsongs für Stimmung, es radelte „Jochen, der Elefant“ in der Innenstadt herum oder man entdeckte am Murgpark die Langsamkeit neu mit „The Turtle“ und Pieter Post – er schickte seine Schildkröte ins Rennen. Ein infernalisches Ende des ersten Tages brachte das Jubiläumsspezial des Straßentheaterfestivals mit „Les Commandos Percu“, die mit „Silence!“ den Ehrenhof des Rastatter Barockschlosses in Pulverdampf hüllten.

Pyro- und Percussionshow zwischen Mad Max und Rammstein

Die postapokalyptisch anmutende Pyro- und Percussionshow erinnerte an eine Mischung aus Mad Max und Rammstein. 1 800 Leute haben sich das Spektakel angesehen „und mindestens nochmal so viele Zaungäste, die ganze Schlossstraße war voll“, sagte Festivalreferentin Christina Hernold am frühen Donnerstagnachmittag im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten.

„Es gibt unglaublich viel zu tun“

Mit einem Walkie-Talkie ausgerüstet stand sie an einem der Tische vor dem Ticket- und Infostand auf dem Marktplatz und zeigte sich vom Beginn des Festivals begeistert. Zwei Abendveranstaltungen, „L’Avis Bidon“ von „Cirque la Compagnie“ im Mercedes-Benz-Kundencenter und „This Maag“ in der Reithalle, seien komplett ausverkauft gewesen. „Es gibt unglaublich viel zu tun“, sagte sie.

Keine Zwischenfälle

Das Sicherheitskonzept funktioniere. Die größte Herausforderung sei – von der Besucherdichte her – der Mittwochabend gewesen. Die Polizei habe nirgends einschreiten müssen und es habe keine Zwischenfälle gegeben, berichtete Kathrin Bahr, eine der künstlerischen Leiterinnen des tête-à-tête. Man merkt: Das Festival-Flair ist in Rastatt angekommen. Vom Eröffnungsabend bis zu den Percussionisten sei alles „super gelaufen“, so Bahr über den ersten „tête-à-tête“-Tag. Es ist das zweite Straßentheaterfestival unter ihrer Ägide und der von Julia von Wild. Die Shows seien sehr gut besucht worden, sagt sie.

Was passiert, wenn das Wetter umschlägt?

Ein Knackpunkt sei allerdings, die Besucher zu informieren, wann und wo die nächsten Programmpunkte stattfinden, sollte das Wetter umschlagen. Für diese Fälle seien aber Helfer sowie Spielortbetreuer mit Funkgeräten ausgestattet, sodass die jeweiligen Infos schnell weitergegeben werden können, erklärt die künstlerische Leiterin.

Auch zweiter Festivaltag ist gut angelaufen

Und wie sieht es mit dem Wetter aus, nachdem der Mittwoch schon mit hochsommerlichen Temperaturen aufwarten konnte? „Natürlich ist es heiß, allerdings haben wir Glück“, erklärte Christina Hernold. Die Gewitter, die angekündigt waren, haben sich zumindest bis Donnerstagabend immer wieder aufgelöst. Nach der Percussionshow am Mittwochabend zuckten aber dennoch Blitze durch die Wolken und es tröpfelte leicht. Bleiben auch die nächsten Tage trocken? „Das Wetter dreht und wendet sich“, sagt Kathrin Bahr dann über die Lage. „Wir schauen alle auf unsere Wetter-Apps.“ Der zweite Festivaltag sei gut angelaufen

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