Das ist verboten: Seit der Sanierung der Straße dürfen Autos nicht mehr auf beiden Seiten parken.
Das ist verboten: Seit der Sanierung der Straße dürfen Autos nicht mehr auf beiden Seiten parken. | Foto: Collet

Rastatt

Autofahrer erobern Kaiserstraße

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Der wiedereröffnete Teil der oberen Kaiserstraße hat sich schnell zu einer riesigen Parkfläche entwickelt. Vor allem an den Wochenenden parken die Autos inzwischen dicht vor den Läden – am vergangenen Samstag konnten Fußgänger teilweise nicht mehr an den Geschäften entlanglaufen.

Tatsächlich ist das Parken auf der Seite der Häuser nicht mehr erlaubt. Als Parkfläche ist wie bisher der Platz zwischen den beiden Fahrspuren ausgewiesen. Neu ist die Parkmöglichkeit auf der Straße entlang der Parkfläche.

Poller als Lösung

SPD-Fraktionschef Joachim Fischer thematisierte diesen Zustand in der Sitzung des Verwaltungsausschusses und forderte die Installation von kleinen Pollern auf der Häuserseite. „Schilder werden wenig bringen“, vermutete Fischer. Er habe 18 widerrechtlich parkende Autos gezählt am Samstag. Es könne nicht sein, so der SPD-Stadtrat, dass man die Straße für viel Geld neu gestalte, um dann dabei zuzusehen, wie die ganze Stadt zugeparkt werde.

Ein Auge zudrücken.

Die Fraktionschefin der CDU, Brigitta Lenhard, war von der Idee mit Pollern weniger begeistert. Sie mahnte vielmehr an, den gemeindlichen Vollzugsdienst an solchen Brennpunkten auf Streife zu schicken. Ihr Fraktionskollege Franz Josef Klagmann wiederum warb darum, „während der Bauphase im zweiten Abschnitt der Straße ein Auge zuzudrücken“. Man könne ja nicht die ganze Stadt gleich abschließen, so Klagmann weiter.

Unklare Ausschilderung

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch sicherte zu, dass die Verwaltung die Situation beobachten werde und Möglichkeiten präsentieren wolle, wie man dem Problem begegnen kann. Indes: Die Ausschilderung ist in der oberen Kaiserstraße hinter der Stadtkirche nicht ganz klar – vielen Autofahrern dürfte gar nicht bewusst sein, dass man an der vormals üblichen Stelle bei den Läden nicht mehr parken darf.

Debatte um Tiefgarage

Harald Ballerstaedt (SPD) mutmaßte, dass die noch immer nicht ideale Einfahrt zur Tiefgarage der Badner Halle davon abhalte, diese zu nutzen. Bürgermeister Arne Pfirrmann meinte hingegen, dass der Standort nicht angenommen werde. Die Einfahrt sei für übliche Autos ausreichend.