Bahntunnel bei Rastatt
Die Unglücksstelle im August: Nach dem Absacken der Gleise betonierte die Bahn den havarierten Abschnitt. | Foto: Uli Deck

Provisorische Fahrbahn für Lkw

Bahn will Rastatter Betonpfropfen im Tunnel entfernen

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Nach der monatelangen Havarie beim Rastatter Tunnelbau gibt die Bahn jetzt wieder Gas. Die zubetonierte Bohrmaschine in der Oströhre solle im Frühjahr entfernt werden, berichtet der Konzern via Twitter, aktuell werde eine provisorische Fahrbahn in den Tunnel gebaut, damit Laster das Material abtransportieren können. Die Schienen für den Versorgungszug wurden hier demontiert.

Havarie im August

Die Tunnelhavarie hatte sich am 12. August des vergangenen Jahres ereignet, als sich nach einem Wassereintritt in der Baustelle das darüber liegende Gleisbett absenkte. Als Folge blieb die wichtige Rheintallinie wochenlang gesperrt, die Zugreisenden mussten in Rastatt und Baden-Baden auf Busse umsteigen. Wie hoch der Schaden ausfällt, lässt sich noch immer nicht absehen. Erst am 2. Oktober konnte die für den Fernverkehr wichtige Strecke wieder freigegeben werden.

„Minimale Veränderungen“ vor der Havarie

Schon vor der Tunnel-Havarie an der Strecke der Rheintalbahn in Rastatt gab es minimale Veränderungen im Gleisbett. «Das installierte Messsystem hat Veränderungen der Gleislage im Millimeterbereich registriert und an die Sachverständigen gemeldet», sagte der für den Abschnitt zuständige Bahn-Sprecher Michael Breßmer und bestätigte damit einen Bericht der Badischen Zeitung. Daraufhin sei das Gleisbett mit zusätzlichem Schotter aufgefüllt worden.  Dieses «Nachstopfen» sei ein völlig normaler Vorgang, um minimale Senkungen auszugleichen.

Auch in der Weströhre wird nicht gearbeitet

Auch in der Weströhre ruhen im Moment noch die Arbeiten. Die Schienenverbindung für den Versorgungszug zur Bohrmaschine ist hier jedoch intakt, so die Deutsche Bahn.


Weitere Informationen zur Tunnelbaustelle gibt es unter https://www.karlsruhe-basel.de/.