Im Rastatter Tunnel wird derzeit der Betonpfropfen entfernt.
Im Rastatter Tunnel wird derzeit der Betonpfropfen entfernt. | Foto: Collet

Nach Havarie bei Rastatt

Bahn will Tunnel bald weiterbauen

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Trotz der unklaren Bergung des einbetonierten Bohrers will die Deutsche Bahn den Tunnel bei Rastatt bald weiterbauen. Wie ein Bahnsprecher vor den Medien erklärte, soll der Ausbau der beiden Röhren im Sommer weitergehen. Die Schlichtung hingegen verzögere sich um ein halbes Jahr und sei erst Ende 2018 fertig, hieß es.

Havarie im August 2017

In der Schlichtung wird ermittelt, warum die erste Röhre im August 2017 unter der Rheintalbahn absackte und damit für eine siebenwöchige Sperrung der wichtigen Nord-Süd-Achse sorgte. Die Havarie ereignete sich nur wenige Meter vor dem Ende des 4,3 Kilometer langen Tunnels beim Rastatter Stadtteil Niederbühl. Daraufhin wurde ein Tunnelbohrer einbetoniert, der zweite ist kurz vor der Rheintalstrecke in Wartestellung. Erst nach Ende der Schlichtung, für die drei Gutachter im Einsatz sind, wird entschieden, wie es hier weiter geht.

Betonpfropfen bis Ende Mai entfernt

Unabhängig davon baut die Bahn an den Einfahrrampen bereits jetzt weiter. Wenn der nach der Havarie eingefüllte Betonpfropfen entfernt und dort ein zusätzlicher Ausgang aus der Röhre geschaffen wurde – dies ist für Ende Mai geplant –, gehen die unterirdischen Arbeiten weiter. Der Rastatter Tunnel ist Teil der Schnellstrecke von Rotterdam nach Genua.

Bildergalerie

Wie es aktuell um die Propfen-Baustelle aussieht, dass zeigen die Bilder vom Besuch am Donnerstag im Tunnel: