Ein Baum für Berlin: Am Wochenende wurde diese Tanne in Weisenbach aufgeladen und mittlerweile in die Bundeshauptstadt transportiert. Mit Blick auf die Feinstaubbelastung stieß die Aktion im Netz auf Kritik. | Foto: Götz

Weisenbach

Baumtransport steht in der Kritik

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Die Aktion „Ein Baum für Berlin“ ist im Netz auf Kritik gestoßen. Auf Facebook äußern mehrere Nutzer ihr Unverständnis darüber, dass zwei Tannen auf Lastwagen durch die Republik gefahren wurden. Weisenbach stellt die Weihnachtsbäume für die Landesvertretung und den Amtssitz der Polizeipräsidentin in Berlin. Am Samstag wurden die zwei Tannen im Ortsteil Au geschlagen und mittlerweile nach Berlin gebracht. Den 700 Kilometer langen Transport per Tieflader übernahmen ehrenamtliche Helfer des THW.

Auf Facebook hagelt es Kritik

Auf Facebook ist unterdessen eine Debatte über Sinn und Unsinn des Transports entbrannt. „Überall im Land wird von Fahrverboten gesprochen und sie fahren einen Baum spazieren, durch ganz Deutschland“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer moniert die „Scheinheiligkeit der Politik“. „Schön, dass der Baum aus unserer Gegend kommt! Aber auch traurig, dass er bei der aktuellen Diskussion um Diesel so viele Kilometer mit einem Diesel-Lkw gefahren wird“, heißt es weiter. „Macht das wirklich Sinn?“, fragt der Nächste.

Huber verteidigt Übung für das THW

Toni Huber hat mittlerweile auf Facebook reagiert: Um solche „Sinn-Diskussionen“ zu vermeiden, habe man im Vorfeld „darüber informiert, dass der Baumtransport für das THW eine groß angelegte Übung ist.“ Die ehrenamtlichen Helfer sollten „nicht durch eine Diskussion über Sinn oder Unsinn von Fahrverboten diskreditiert“ werden. Stattdessen solle man sich die Frage stellen, ob es sinnvoll sei, „dass unsere Kleidung in Fernost produziert wird oder tausende Kilometer in den Urlaub zu fliegen.“ Huber abschließend: „Zwei Bäume nach Berlin zu bringen, ist deshalb sicher unser kleinstes Problem.“