Vorbereitet: Am Rande des Schlossgartens dürfen sich von diesem Samstag an bis zum 27. Januar Freunde des Eislaufens betätigen. In den vergangenen Tagen wurde dort eine 211 Quadratmeter große Kunststoff-Eisfläche installiert.
Vorbereitet: Am Rande des Schlossgartens dürfen sich von diesem Samstag an bis zum 27. Januar Freunde des Eislaufens betätigen. In den vergangenen Tagen wurde dort eine 211 Quadratmeter große Kunststoff-Eisfläche installiert. | Foto: Collet

„Rastatter Winterzauber“

Eine neue Art von Eislaufen in Rastatt

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So richtige Eiseskälte in Rastatt ist in diesem Winter bislang ausgeblieben. Freunde des Eislaufens finden in der Barockstadt dennoch eine Möglichkeit, ihrer Leidenschaft zu frönen. An diesem Samstag eröffnet erstmal eine Kunststoffeisbahn ihre Pforten – in zentraler Lage am Schlossgarten, direkt gegenüber der Schlossgalerie.

Der „Rastatter Winterzauber“ soll bis zum 27. Januar andauern. Initiatoren sind Sascha und Sonja Herold sowie Simone und Robert Filder mit ihrer Firma Weltfeld-Event. Auf die Idee, Eislaufen in Rastatt wieder möglich zu machen, kam Sascha Herold, der auch über berufliche Erfahrungen in der Luftfahrtbranche verfügt, am Flughafen in Dresden, wo eine ähnliche Kunsteisbahn stand.

Kurzfristig Chance ergriffen

Hersteller der 211 Quadratmeter großen synthetischen Eisfläche ist das Schweizer Unternehmen Glice. „Da jemand kurzfristig von dem Vertrag mit der Firma abgesprungen ist, hat sich die Gelegenheit ergeben, die Bahn nach Rastatt zu holen“, sagt Herold. Eigentlich wollte er die Bahn noch in den Weihnachtsmarkt integrieren, aber dies sei zeitlich nicht mehr realisierbar gewesen.

Eislaufen in Rastatt auf Kunststoff

Herold betont indessen die intensive Unterstützung von City-Manager Johannes Flau und der Schlossverwaltung bei dem Projekt: „Sie haben uns sehr geholfen.“ Die Kunststoff-Eisfläche sei mittlerweile sogar für Eishockey-Meisterschaftsspiele zugelassen, sagt Herold, der selbst früher Eishockey gespielt hat und sich an die Zeiten erinnert, als einst in der Rastatter Eishalle noch dem Puck hinterhergejagt wurde.

Dieses synthetische Eis gleitet gut.

„Nach zwei bis drei Runden, wenn die Kufen warm werden, ist das Gleitverhalten gigantisch“, beschreibt Herold das Gefühl auf der Kunststoff-Fläche beim Eislaufen in Rastatt. „Dieses synthetische Eis gleitet gut“, bestätigt nicht zuletzt die frühere Eiskunstlaufweltmeisterin Denise Biellmann. Die Synthetikeis-Platten werden mittels eines speziellen Feder-Systems zusammengesetzt und nahtlos miteinander verbunden.

Schlittschuhe zum Ausleihen

Ein gastronomischer Service, Musik, und Beleuchtung begleiten das spezielle Eislaufvergnügen am Schlosspark. Zudem stehen 100 Schlittschuhe und drei Kinderfahrhilfen bereit, die ausgeliehen werden können.

Man könnte sie sogar im Sommer aufbauen.

Bei entsprechendem Erfolg kann sich Herold vorstellen, die Kunststoff-Eisbahn des Öfteren nach Rastatt zu holen: „Da man unabhängig von der Außentemperatur ist, könnte man sie sogar im Sommer aufbauen“.

Die Öffnungszeiten sind von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags 12 bis 21 Uhr. Die Gastronomie öffnet schon ab 11 Uhr.