Brieftauben
Die Tierschutzorganisation Peta ist mit Ihrer Strafanzeigen gegen die Reisevereinigung Rastatt und Umgebung gescheitert. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden sieht keine Quälerei der Brieftauben gegeben. | Foto: Sebastian Gollnow

Peta scheitert

Erfolg für Brieftaubenzüchter: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

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Die Tierschutzorganisation Peta ist mit Ihrer Strafanzeigen gegen die Reisevereinigung Rastatt und Umgebung gescheitert. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden sieht keine Quälerei der Brieftauben gegeben.

Im August 2018 hatte die Organisation den Verein und die beteiligten Züchter wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetzt angezeigt (die BNN berichteten).

Tauben bewusst Todesgefahr ausgesetzt

PetasVorwurf: Bei mehreren Preisflügen in den Jahren 2017 und 2018 seien die Brieftauben bewusst überfordert und vielfältigen Todesgefahren ausgesetzt worden seien, den Tieren sei dadurch unberechtigt Leid zugefügt worden.

Verfahren eingestellt

Die Staatsanwaltschaft ist nun zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz nicht vorliegt, weshalb das Verfahren eingestellt wurde. Hierbei wurde auch berücksichtigt, dass das zuständige Veterinäramt bezüglich der Preisflüge keine Bedenken äußerte.

Vor-Ort-Termin mit Polizei

„Die Sache war von unserer Seite von vorneherein nicht haltbar“, betont der Vorsitzende der Reisevereinigung Rastatt und Umgebung, Andreas Schwald. Unterlagen, wie Auflassberichte, Flugberichte oder Berichte über Versorgungswege seien der Staatsanwaltschaft übergeben worden. Zudem habe man mit dem Polizeiposten Rastatt einen Vor-Ort-Termin wahrgenommen. Laut Schwald laufe in verschiedenen Bundesländern ein Antrag, den Brieftaubensport ins Weltkulturerbe aufzunehmen. „Das möchte Peta verhindern“, sagt er.
(pat/ pm)