Kurz vorm Ziel: Der Rastatter Sänger Erwin Kintop (links) kämpft im Finale von „The Voice of Germany“ um den Sieg. Neben ihm seine Konkurrenten Claudia Emmanuela Santoso, Fidi Steinbeck, Freschta Akbarzada und Lucas Rieger (von links).
Kurz vorm Ziel: Der Rastatter Sänger Erwin Kintop (links) kämpft im Finale von „The Voice of Germany“ um den Sieg. Neben ihm seine Konkurrenten Claudia Emmanuela Santoso, Fidi Steinbeck, Freschta Akbarzada und Lucas Rieger (von links). | Foto: dpa

TV-Castingshow

Erwin Kintop aus Rastatt steht an diesem Sonntag im „Voice of Germany“-Finale

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Wenn Erwin Kintop am Sonntagabend (20.15 Uhr/Sat.1) im Finale der Castingshow „The Voice of Germany“ um den Sieg singt, kann sich der 24-Jährige aus Rastatt auf Unterstützung aus seiner Heimat verlassen.

„Meine ehemalige Lehrerin hat mir schon vor dem Halbfinale einen sehr schönen und ermutigenden Brief geschrieben“, erzählt der Sänger. Dass sich viele Rastatter für ihn interessieren und „helfen wollen, dass ich gewinne“, freut den gebürtigen Pforzheimer besonders.

Denn obwohl Kintop viel unterwegs ist, bleibt die Barockstadt sein Lebensmittelpunkt. „Rastatt ist meine Heimatstadt, dort bin ich aufgewachsen, dort wohnen meine Eltern, meine Familie und Freunde.“ Neben den vielen Menschen, die am Sonntag vor dem Fernseher mitfiebern, stehen ihm diese im Studio zur Seite.

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Kintop überzeugte das Publikum bereits bei den „Blind Auditions“

Der Weg ins Finale verlief für Kintop, der vom irischen Sänger Rea Garvey gecoacht wird, nahezu traumhaft: Bereits in den „Blind Auditions“ überzeugte der Rastatter das Publikum mit James Arthurs Song „You deserve better“.

Auch im weiteren Verlauf der Show lieferte er ab. Im Halbfinale begeisterte Kintop Jury und Zuschauer mit „Mercy“ von Shawn Mendes – wie schon zuvor professionell und völlig unbeirrt vom großen Trubel.

Bei DSDS war er mit dem Showgeschäft noch überfordert

So gelassen war der Sänger indes nicht immer: Als er mit 17 Jahren bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) mitmachte, erreichte er zwar einen guten fünften Platz. Mit der für ihn fremden Welt des Showgeschäfts war er jedoch überfordert.

„Der Rummel um meine Person hat mich damals regelrecht überfallen“, erinnert sich Kintop in einer E-Mail an unsere Redaktion. So viele Menschen hätten nach einem Foto oder Autogramm von ihm gefragt, und er habe niemanden enttäuschen, es jedem recht machen wollen.

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„Mit der Zeit wurde es immer schwieriger, alle Wünsche zu erfüllen.“ Denn neben DSDS machte er die Mittlere Reife an der Rastatter August-Renner-Realschule und danach eine Berufsausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Ich habe gelernt, mit dem Druck gelassener umzugehen.

Inzwischen sind sechs Jahre vergangen, in denen Kintop gereift ist. „In den vergangenen Jahren habe ich immer mal wieder auf der Bühne gestanden und gelernt, mit dem Druck gelassener umzugehen“, sagt er. „Ich weiß jetzt, dass es nicht möglich ist, alle Wünsche auf einmal zu erfüllen.“ Sein Motto für diese Situation laute nun: „Alles der Reihe nach.“

Kintop tritt auch gemeinsam mit Rea Garvey auf

Diese neue Gelassenheit wird ihm womöglich auch am Sonntag wieder nützlich sein, wenn er das Finale gegen seine Konkurrenten Freschta Akbarzada (Team Sido), Fidi Steinbeck (Team Mark Forster), Claudia Emmanuela Santoso (Team Alice Merton) und Lucas Rieger (Team Nico Santos) bestreitet.

„Ich singe ein Solo und ein Duett mit meinem Coach Rea Garvey“, verrät Kintop. Außerdem tritt er gemeinsam mit dem internationalen irischen Sänger Dermot Kennedy auf, der vor allem mit seinem Song „Power over me“ einem größeren Publikum bekannt wurde.

Nach dem Finale geht es mit „The Voice of Germany“ auf Tour

Wie es nach dem Finale – unabhängig vom möglichen Sieg – mit Erwin Kintops musikalischer Karriere weitergeht, ist offen. „Das kann ich noch nicht genau sagen. Fest steht aber, dass ich danach mit ‚The Voice of Germany‘ auf Tour gehe“, berichtet Kintop.

Und diese macht im Dezember auch in der Karlsruher Schwarzwaldhalle Station. Das alles ist dieser Tage noch Zukunftsmusik. „Mein Augenmerk liegt nun erst einmal auf dem Finale.“ Denn dort will er wieder für Begeisterung sorgen – im Studio und nicht zuletzt bei seinen Rastattern vor dem Fernseher.

Hier geht es zu einem Best-of von Erwin Kintops Auftritten bei „The Voice of Germany“.