Konzerttickets
Immer wieder gerne verschenkt werden Konzertkarten. Volker Winkelmann vom Konzertservice Rastatt verkauft gerade ein Weihnachtsgeschenk. | Foto: Collet

Weihnachtsgeschäft in Rastatt

Geschenkideen auf den letzten Drücker

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Früher war es doch viel einfacher: Statt sich über Weihnachtsgeschenke den Kopf zu zerbrechen, hat man ein Bild mit Wachsmalstiften gemalt, ein Männchen geknetet oder Gutschein-Bücher für die Eltern gebastelt – fertig war das perfekte Weihnachtsgeschenk – Freude und ein mildes, dankbares Lächeln inklusive. Wer jetzt noch keine Idee für ein Präsent hat, der sollte sich langsam aber sicher sputen. Das Fest rückt bedrohlich näher. Aber kein Grund zur Panik. Es gibt noch immer viele kreative Möglichkeiten Geschenke in letzter Minute zu besorgen und damit den Lieben ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. Die BNN haben einige Ideen zusammengestellt.

Konzerttickets

„Das Geschäft zieht zum Weihnachtsfest hin deutlich an“, sagt Volker Winkelmann vom Konzertservice Rastatt. Das Familienmusical „Robin Hood Junior“ des Theater Lichtermeer könne er sehr empfehlen. „Das Stück ist zwar ein bisschen anspruchsvoll, aber durchaus für Kinder geeignet“, meint Winkelmann. Manche Erwachsene gehen sogar ohne Kinder in das Stück. Für Leute die gerne lachen, rät Winkelmann zu einem Besuch von „Dui do on de Sell“. „Das ist Comedy vom Feinsten“, meint er. Am Freitag und Samstag vor Heiligabend brummt das Geschäft mächtig. „Die letzten beiden Tage vor Weihnachten werden nochmal richtig anstrengend“, sagt Winkelmann.

Basteln

„Das Weihnachtsgeschäft ist schön“, sagt Nora Pfeffinger, Geschäftsführerin vom Farben- und Bastelfachgeschäft Pfeffinger. Dort gehen einerseits viele Stammkunden einkaufen, andererseits kommt auch viel auswärtige Kundschaft. „Das liegt an unserer zentralen Lage“, meint die Geschäftsführerin. Kunst laufe derzeit sehr gut. Öl- oder Acrylfarbe sind im Trend. „Unsere Kunden holen sich auch Ratschläge und Tipps, wie sie Dinge selbst basteln können“, erklärt Pfeffinger. Selbstgebasteltes habe Charakter und sei einfach ein wunderbares Geschenk an Weihnachten. Was am Fest natürlich auch ganz wichtig ist, ist die Verpackung der Geschenke. „Darauf legen unsere Kunden auch viel wert“, weiß Pfeffinger. Ein Kunde aus Ungarn habe sie auf Empfehlung telefonisch kontaktiert, ein wertvolles Präsent auch dementsprechend hochwertig zu verpacken. „Das sind solche Momente, die mir einfach Spaß machen“, sagt die Chefin, die bis Samstag, 16 Uhr noch in ihrem Geschäft hinterm Tresen steht. Danach müssen sich ihre Kunden selbst um Verpackung und selbst gebastelte Geschenkideen kümmern.

Basteln
Individuell und hochwertig soll die Verpackung für wertvolle Geschenke schon sein. Nora Pfeffinger gibt mit Hund Attila Tipps, wie das gelingt. | Foto: Schneider

Mixtape

Ein ganz persönliches Geschenk ist ein individuell zusammengestelltes Mixtape. Dafür reicht ein CD-Brenner oder gar ein Kassettenrekorder. Ganz im Stile der 1990er Jahre lassen sich darauf wunderbare Stücke zum Tanzen, Lachen oder Sport machen draufpacken. „Es ist natürlich Geschmacksache, was auf das Mixtape soll“, erklärt Markus Bruschke, Leiter der Städtischen Musikschule. Auf seinem Tape sollten klassische Stücke von Wagner, Mahler oder Bruckner nicht fehlen. „Aber das ist meine persönliche Meinung“, so Bruckner. Um eine gewisse Dramaturgie auf dem Mixtape zu gestalten, rät Bruckner schnellere, rhythmischere Lieder mit Balladen abzuwechseln. „Auf Popmusik kann man beispielsweise das ,Ave Maria‘ folgen lassen“, empfiehlt Bruschke.

Schmuck

„Die letzten Tage vor Weihnachten sind eher Männertage“, sagt Werner Hirsch, der Inhaber des gleichnamigen Juweliergeschäfts. Im vergangenen Jahr seien der 23. und 24. Dezember die umsatzstärksten Tage im ganzen Jahr gewesen. „Von Uhren bis Schmuck werden bei uns in jeder Preisklasse Weihnachtsgeschenke gekauft“, sagt der Juwelier.

Parfüm

Auch in der Drogerie verlagert sich das Weihnachtsgeschäft immer mehr auf die letzten Tage vor dem Fest. „Hauptsächlich kommen dann Männer“, erklärt Doris Boschert, Filialleiterin der Drogerie Stephan. Gefragt sind vor allem Luxusdüfte und Körperpflegeprodukte. „Die Menschen gönnen sich wieder etwas“, sagt Boschert. Sie bedauert allerdings die Parksituation vor Weihnachten in Rastatt. „Die letzten Tage vor dem Fest sollten die Parkplätze nichts kosten“, meint die Filialleiterin. Viele ihrer Kunden kämen abgehetzt und kurz angebunden in das Geschäft, weil die Parkuhr am Ablaufen ist. „Das finde ich sehr schade“, so Boschert.

Glück

Wem die Vorschläge alle nicht zusagen, der kann zum Fest ein Quäntchen Glück schenken – dazu ein Lotto-Jahreslos. Wer weiß, was 2018 so bringt?