Ferruggia/Köhler
Klare Sieger waren Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler vom TC Astoria Stuttgart in den Standardtänzen. Im Latein dominierten Pavel Pasechnik und Marta Arndt vom TSC Rot-Weiss Karlsruhe. | Foto: Krause-Dimmock

Badner Halle Rastatt

Größen des Tanzsports auf dem Parkett

Von Christiane Krause-Dimmock

Ein Hauch der ganz großen Welt des Tanzsports erfasste am vergangenen Wochenende die Badner Halle. Dass in Rastatt unweigerlich der klangvolle Name „Müller“ mit einem solchen gesellschaftlichen Großereignis verbunden ist, versteht sich dabei fast schon von selbst. Doch nicht der vierfache Weltmeister selbst war es, der hier die Blicke auf sich zog. Es waren die Gäste, sprich die Teilnehmer des ersten großen Gala-Balls mit Tanzturnier der DTV Professional Division, dem German Cup Standard und Latein. Nicht nur die besten deutschen Profi-Paare waren am Start. Auch internationale Teilnehmer hatten den Weg nach Rastatt angetreten.

Ein Markenzeichen für den Welttanzsport

Ein Riesenerfolg, begeisterte sich Ralf Müller im Gespräch mit den BNN, nachdem in seiner Heimatstadt nun quasi die letzten Punkte des Jahres ertanzt wurden. Vor allem aber hatte das Publikum selbst immer wieder Gelegenheit zu live eingespielten Klängen das Parkett zu erobern. Eine Gelegenheit, die sich ohnedies nicht allzu oft bietet, vor allem nicht in derart erlauchter Gesellschaft. Denn die Initiatoren Ralf Müller und Olga Müller-Omeltchenko sind quasi durch und durch Markenzeichen für den Welttanzsport. Obendrein ist Ralf Müller seit dem Frühjahr Direktor der Professional Divison im Deutschen Tanzsportverband. Eine derart hochkarätige Veranstaltung am Murgufer im Schatten des Barockschlosses auszutanzen, steht der Heimatstadt des Nachfolgers von Joachim Llambi folglich sehr gut zu Gesicht. Selbstredend ließ es sich der erste Bürger Hans Jürgen Pütsch nicht nehmen dieses gesellschaftliche Großereignis aus der ersten Reihe hautnah mitzuerleben.

Töne des Entzückens

Glitzer, Glanz und Gloria in Hülle und Fülle, sportliche Höchstleistungen und Darbietungen, die mehr als einmal dem Publikum Szenenapplaus aber auch Töne des Entzückens entlockten, lassen optimistisch in die Zukunft blicken. Die Veranstaltung kam bei Teilnehmern und Gästen so gut an, dass es 2017 eine Fortsetzung geben soll, hofft der Initiator.

Pasechnik/Arndt haben im Latein die Nase vorn

Ein besonderer persönlicher Erfolg war das letzte Grand-Prix-Tanz-Turnier des Jahres auf jeden Fall für Pavel Pasechnik und Marta Arndt vom TSC Rot-Weiss Karlsruhe. Denn dieses Paar überzeugte beim Lateinturnier in allen fünf Tänzen und obendrein mit der Kür, wie es sich für die Deutschen Meister 2016 sowie die Vizeweltmeister Latein 2015 geziemt. Da blieb für Kirill Ganopolsky und Kim Pätzug vom TSC Saltatio Neustadt im TV 1860 Mußbach keine Chance. Zwar wurden sie von der Jury in vier Tänzen und in der Kür auf den zweiten Rang gesetzt, ein weiteres Mal auf den dritten, was wiederum für die anderen vier Paare keinen Raum nach oben ließ. Doch die Niederländer Frank Zegels und Laura Jottay, die Bremer Michele Cantanna und Maria Richter, sowie Michal Miniewicz und Nastazja Szypulska aus Polen, Marvin Nigg und Claudia Obmascher aus Österreich beeindruckten dennoch mit ihren exzellenten Darbietungen in der voll besetzten Badner Halle. Vor allem aber zeigten sie, dass die Veranstaltung internationales Niveau hat.

Ferrugia/Köhler siegen im Standard

Auch beim Standardturnier fällten die Wertungsrichter aus Lorsch, München, Mönsheim, Haßloch und Leipzig ein klares Urteil. Die Weltmeister Standard 2015 und Sieger World Cup 2016 vom TSC Astoria Stuttgart, Benedetto Ferruggia und Claudia Köhler, lagen in allen Tänzen ganz klar vor den anderen Teilnehmern.
Ebenso klar fiel das Votum für die Niederländer Jan Willem Moster und Kendra Kraus aus, die den zweiten Rang belegten und damit die Weltmeister Masterclass 2 Standard 2016, Heinz-Josef und Aurelia Bickers vom TSC Rödermark, Günther und Antje Nagel vom TSC Grün-Gold Speyer sowie Matthias Schoof mit Anja Eilers-Schoof vom Oldenburgischen TSA Creativ auf die Plätze verwiesen.

Selbst die Kleinsten stehen auf dem Parkett

Dass der Erfolg der beiden Müllers weite Kreise zieht, spiegelt sich übrigens auch im großen Interesse wider, das der Tanzschule auch entsprechenden Nachwuchs generiert. Wie routiniert und professionell sich bereits die Kleinsten zu präsentieren vermögen zu denen auch der Sprössling der Rastatter Weltmeister zählt, zeigten sie in einer gekonnten Showeinlage.