In langen Reihen pflanzen die Hügelsheimer Setzlinge von Traubeneichen und Hainbuche. Die weißen Ummantelungen dienen zum Schutz.
In langen Reihen pflanzen die Hügelsheimer Setzlinge von Traubeneichen und Hainbuche. Die weißen Ummantelungen dienen zum Schutz. | Foto: Schmidhuber

Landesweite Aktion

Hügelsheimer pflanzen 1.500 Bäume für den Klimaschutz

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Dass man im Spargeldorf Hügelsheim in Sachen Klimaschutz aufgeschlossen und weitblickend unterwegs ist, haben über 130 aktive Mitbürger bewiesen, die sich am Samstag zur Baumpflanzaktion trafen. Bei der landesweiten kommunalen Klimaschutzaktion „1.000 Bäume für 1.000 Kommunen“ recken jetzt rund 1.500 kleine Baumsprösslinge in der Abteilung 19 ihre Köpfe in Richtung Sonne.

Von unserem Mitarbeiter Bernhard Schmidhuber

„Ich bin überwältigt“, zeigte sich Bürgermeister Reiner Dehmelt bei der Begrüßung selbst überrascht, ob des großen Interesses an der vom baden-württembergischen Gemeindetag ins Leben gerufenen Aktion. Waren doch Mitglieder aus allen Vereinen in der Gemeinde, aus dem Gemeinderat und auch Forstdirektor Clemens Erbacher war erschienen, um gemeinsam die kleinen Bäume zu pflanzen.

Fleißig mit Hand anlegte auch Rathauschef Dehmelt, für den sich zeigte, dass „der Klimaschutzgedanke von uns ernst genommen und auch weiter fortgeführt wird“.

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1.000 Bäume kompensieren rund 4,3 Tonnen CO2

Mit dem Spaten bewaffnet machte man sich zusammen auf dem Weg in den Forst, wobei Gemeindeförster Markus Rudolph unterwegs die Gelegenheit nutzte und fleißig Werbung für die gute Sache machte. Dabei müsse sich jeder selbst fragen, wie man klima- und ressourcenschonend leben kann, so Rudolph. Laut Experten würden schon 1.000 Bäume durch ihren Wuchs rund 4,3 Tonnen CO2 kompensieren – und das jährlich.

Galt es nun in den nächsten Stunden die kleinen Setzlinge der Traubeneichen und Hainbuche sicher in die zuvor noch auszuhebenden Pflanzlöcher zu bringen. Dass auch nichts schief laufen konnte, gab es vorab durch den Gemeindeförster eine Schulung der Teilnehmer mit dem schmunzelnden Hinweis: „Die Wurzel kommt nach unten“.

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Arbeit in drei Gruppen

In drei Großgruppen machte man sich ans Werk. Fleißig wurden Löcher ausgehoben, Setzlinge gepflanzt, Stützpfosten gesetzt und das Ganze mit weißen Schutzhüllen ummantelt. Schon bald zogen sich in langen geraden Linien die Bäumchenreihen. Und mit einem zünftigen Umtrunk stieß man am Ende auf das gelungene Werk an.