Johannes Kopp (links), Fridi Miller und Christian Schmid
Johannes Kopp (links), Fridi Miller und Christian Schmid | Foto: Collet

Bürgermeisterkandidaten

Iffezheimer bejubeln Kopp und Schmid

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Eine proppenvolle Bénazet-Tribüne, zweimal überbordender Jubel und einmal Pfiffe mit Buh-Rufen: Rund 800 Iffezheimer haben sich am Dienstagabend bei der offiziellen Kandidatenvorstellung auf die Bürgermeisterwahl eingestimmt. „Zum Glück haben wir eine so große Halle“, freute sich Bürgermeister Peter Werler, der die Versammlung leitete, über die große Resonanz.

Pfiffe für Fridi Miller

Während die Kandidaten Johannes Kopp und Christian Schmid – beide 31 Jahre alt – mit langem Applaus bedacht wurden, erntete die 48-jährige Fridi Miller vor allem Pfiffe, Geraune und Unmutsäußerungen. Sie stellte im Wesentlichen den Prozess ihrer persönlichen Selbstfindung dar und erklärte, was sie alles aufgedeckt haben will im Gesellschaftssystem. Nach eigenen Angaben kandidiert sie derzeit in rund 50 Gemeinden als Bürgermeisterin, außerdem wolle sie Angela Merkel als Bundeskanzlerin ablösen. Ein Fragesteller beschwerte sich, sie würde eine solch wichtige Veranstaltung ins Lächerliche ziehen, wofür es kräftigen Beifall gab.

Fairer Wahlkampf

Die beiden Kandidaten, die sich mit Iffezheim befasst haben, versicherten gleichermaßen, einen fairen Wahlkampf führen zu wollen.

Kopp: Herausforderungen

Johannes Kopp erklärte, Iffezheim sei gut aufgestellt, stehe allerdings vor großen Herausforderungen. Er nannte fünf Handlungsfelder, in denen er sich engagieren will. Er wolle eine gute Wirtschaftsförderung und eine sparsame Haushaltsführung. Ehrenamtliche müssten Unterstützung von der Kommunalpolitik erhalten und mit den Kirchen wolle er partnerschaftlich zusammenarbeiten. Bildungseinrichtungen müssten modern ausgestattet sein, außerdem setze er sich für sichere Schulwege ein. Senioren sollten sich einbringen können, in einem Jugendforum wolle er Defizite herausfinden. Die Infrastruktur wolle er erhalten und maßvoll weiterentwickeln, so Kopp.

Schmid: Keine Einarbeitungszeit

Christian Schmid beschrieb sich als einen Menschen, der sich als Bürgermeister Zeit nehme und zuhören könne. Er will Bürgernähe und Bürgerbeteiligung verbessern. Zu wichtigen Projekten werde er Einwohnerversammlungen anbieten. Einen Heimservice für ältere Menschen wolle er einrichten. Schließlich werde er laufende Projekte zügig umsetzen – so etwa den Kindergartenneubau, die Erschließung des Gewerbegebiets, den Neubau des Feuerwehrhauses sowie das schnelle Internet. Da er bereits Hauptamtsleiter in Iffezheim ist wisse er, wo der Schuh drückt „ohne lange Einarbeitungszeit.“

Die Wahl ist am Sonntag, 28. Januar.