Der Rohbau steht und der Richtspruch für den neuen Kindergarten ist gesprochen. | Foto: Schmidhuber

Iffezheim

Kindergarten nimmt Formen an

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Von Bernhard Schmidhuber

„Dieses Haus wird der Kinderschar lebendiger Mittelpunkt sein“ – stilsicher mit Zimmermannsweste und Hut leistete Architekt Andreas Adler den gereimten Richtspruch für den mit einem Kostenvolumen von 5,3 Millionen Euro entstandenen Neubau eines sechsgruppigen Kindergartens im Weierweg in Iffezheim.

Richtfest für Neubau im Weierweg

In seiner Ansprache streifte Bürgermeister Christian Schmid nochmals kurz die Entstehungsgeschichte des Neubaus neben der Maria-Gress-Schule. Ende Juli vergangenen Jahres habe man die Planung des Kinderhauses in Angriff genommen und danach auch den Beschluss zur Trägerschaft durch die katholische Kirche gefasst.

Konsequenz aus hoher Nachfrage

Mit 100 Plätzen in vier Gruppen à 20 Plätzen und zwei Krippengruppen mit zehn Plätzen habe man aufgrund der hohen Nachfrage reagieren müssen und als „logische Konsequenz“ den Bau im Weierweg gewählt. So freute sich der Rathauschef neben Vertretern des Gemeinderates, der Kirche als Träger der Einrichtung und der Baufirmen auch mit Konrektor Philipp Wetzel und Konrektorin Brigitte Randt-Lange von der Mara-Gress-Schule die künftigen Nachbarn zu begrüßen.

Kindergarten kostet 5,3 Millionen Euro

Noch ohne Fenster und mit kahlen Betonwänden bietet der Neubau neben den Gruppenräumen auch Platz für eine Küche zum pädagogischen Kochen, einen Atelierraum sowie einen Gymnastikraum mit Speisesaal. Außerdem bekommt er eine Fotovoltaikanlage auf das Dach. Vorausschauend hat man weiter im Kellergeschoss einen Reserveraum eingeplant. Als Architekt freute es Andreas Adler, dass man im Zeit- und Kostenrahmen geblieben sei und frühzeitig den Dialog mit den künftigen Nutzern gesucht habe. „Es ist ein absoluter Glücksfall, dass die spätere Leiterin bereits da ist und bei den Entscheidungen mitwirken kann“, so der Planer glücklich.

Künftige Leiterin und Gemeinde arbeiten an Bedarfsplan

Angetan von ihrer neuen Wirkungsstätte ist Sabrina Lange, die die Einrichtung künftig leiten wird. Seit September ist die frühere stellvertretende Leiterin des Plittersdorfer Kindergartens in die Renngemeinde gewechselt und betreut aktuell schon eine erste Gruppe. Beim Pressegespräch erklärte sie, dass sie jetzt zusammen mit der Gemeinde einen Bedarfsplan und daraus die möglichen Betreuungsformen konzipiere.

Katholische Kirche als Träger der Einrichtung

Bevor Bürgermeister Schmid mit einem „Glück auf“ zum geselligen Teil überging, überbrachte auch Pfarrer Michael Dafferner Dankesworte an die Beteiligten und zog in seiner Ansprache („Ich mache es kurz“) Parallelen zwischen Richtfest und Erntedankfest. Überaus erfreut zeigte sich der Geistliche auch, dass die Trägerschaft des Kindergartens der Kirchengemeinde übertragen worden ist und zog am Ende seiner kurzen Ansprache sein persönliches Fazit: „Ein Kindergarten ist eigentlich nie fertig, es wird immer etwas zu tun geben“.