Der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Das künftige Rastatter Kombibad soll zwar nicht zu teuer werden. Doch die Stadträte betonen, dass es ein funktionales und attraktives Bad werden soll.
Der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Das künftige Rastatter Kombibad soll zwar nicht zu teuer werden. Doch die Stadträte betonen, dass es ein funktionales und attraktives Bad werden soll. | Foto: Archiv/Kraft

Aus dem Gemeinderat

Kosten für Kombibad im Blick

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Von Ralf Joachim Kraft

Bei der Diskussion des Rastatter Gemeinderates über die Vorbereitung des Architektenwettbewerbs für den Neubau des Kombibades ist am Montagabend auch die Frage nach den Kosten für das Bad aufgeworfen worden. Das meistgebrauchte Wort war jedenfalls „Kostenrahmen“.

Am Ende beschloss das Gremium bei vier Enthaltungen, die Verwaltung damit zu beauftragen, den Wettbewerb vorzubereiten, ihn mit Unterstützung eines externen Dienstleisters ausschreiben zu lassen und die Ausschreibung dann dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Wettbewerb bringt Vorteile

Zuvor hatte Professor Andreas Meissner vom Architektenbüro Planfabrik SPS aus Ettlingen in einer ausführlichen Präsentation die Modalitäten eines Architektenwettbewerbs und den Rahmenterminplan für das Projekt „Kombibad“ vorgestellt. Dabei wies er auf die wirtschaftlichen Vorteile eines solchen Wettbewerbs hin, der als fachlicher Leistungsvergleich „die qualitätsorientierte Auftragsvergabe sichert und die Grundlage für weitere Beschlüsse liefert“, wie er in der Sitzung sagte.

Preisrichter entscheiden

Der Abschluss des Verfahrens und die Prämierung der Entwürfe sind für Ende nächsten Jahres vorgesehen. Das Preisgericht besteht laut Meissner aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern, wobei die Fachpreisrichter in der Mehrheit sind. Fachpreisrichter besäßen die fachliche Qualifikation der Wettbewerbsteilnehmer. Sachpreisrichter sollen mit der Wettbewerbsaufgabe und den örtlichen Verhältnissen besonders vertraut sein.

Kombibad im Kostenrahmen

Das von der Jury gefällte Qualitätsurteil berücksichtigt seinen Angaben zufolge gestalterische, wirtschaftliche, funktionale, technische und ökologische Aspekte. Von CDU-Stadtrat Alfons Ruf wurde Meissner danach gefragt, welche Empfehlung er geben könne, um beim Neubau des Bades im Kostenrahmen zu bleiben.

Sorge vor Zugzwang

Darauf antwortete der Fachmann: „Sie sollten im Vorfeld klären, was Sie ausgeben wollen und können, wie anpassungsfähig die Konzepte sind und auch danach schauen, welche Preisrichter da sind.“ SPD-Stadtrat Michael Weck störte sich an der von der Verwaltung vorgeschlagenen Reihenfolge und plädierte dafür, auf der Basis dessen, was man will und was machbar ist, den Kostenrahmen festzulegen und dann in den Wettbewerb zu gehen. Andernfalls gerate man unter Zugzwang, so Weck.

Nicht auf Kosten der Attraktivität.

FW-Fraktionschef Herbert Köllner votierte zwar wie CDU-Fraktionschefin Brigitta Lenhard mit einem klaren Ja für die empfohlene Beschlussfassung, meinte aber: „Ein Gefühl dafür, was das Ganze kosten wird, sollte man schon haben.“ Dass ein Architektenwettbewerb notwendig sei, unterstrich ebenso Grünen-Fraktionschef Roland Walter, der sich einmal mehr für ein „funktionales, wirtschaftliches und in die Natur eingepasstes Bad“ aussprach. „Wirtschaftlich ja, aber nicht auf Kosten der Attraktivität“, betonte indessen SPD-Fraktionschef Joachim Fischer. „Wir möchten ein Bad, das funktioniert und angenommen wird.“