Die Badgaststätte muss dem Kombibad vermutlich weichen.
Die Badgaststätte muss dem Kombibad vermutlich weichen. | Foto: Collet

Neubau in Rastatt

Konzept für Kombibad steht

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Für den Bau eines Kombibads haben sich Stadt und Stadtwerke auf die wichtigsten Eckpunkte geeinigt. So soll es eine Wasserfläche von 2.600 Quadratmetern geben, das Sportbecken mit 50-Meter-Bahnen bleibt erhalten, die Wasserfläche im Hallenbereich wird verdoppelt und eine Sauna wird gebaut. Als Standort soll der Schwalbenrain, auf dem sich derzeit das Freibad befindet, festgelegt werden. Mit diesem Konzept geht Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch in den Betriebsausschuss, der am Montag, 22. Januar, um 17.30 Uhr öffentlich in der Badner Halle tagt.

Konzept wird öffentlich vorgestellt

Damit geht die Stadt einen deutlichen Schritt auf die Kritiker zu, die um den Bestand des Sportbeckens gebangt hatten. Der ursprüngliche Beschluss des Gemeinderats legte eine Wasserfläche von 2.300 Quadratmetern fest, mit der ein eigenes 50-Meter-Sportbecken nicht möglich gewesen wäre. Die Stadt schlägt nun vor, diesen Beschluss entsprechend zu verändern. Vertreter der Stadt, der Fachbüros und des Gemeinderats werden der Öffentlichkeit nun das Projekt vorstellen, außerdem soll der Betriebsausschuss am Montag eine Empfehlung an den Gemeinderat geben.

Gespräche mit Denkmalschutz

Das Kombibad kann nach Darstellung der Stadt nur auf dem erhöhten Teil des Geländes gebaut werden, da das tiefer liegende Areal mit den Becken Überflutungsfläche für den Fall ist, dass die Murg über den Damm tritt. In Frage kommt folglich nur der Bereich bei der Badgaststätte und der heutigen Damendusche. Gespräche mit dem Denkmalschutz habe es außerdem gegeben, demnach seien Lösungen denkbar, die dessen Anforderungen gerecht werden. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1938, wurde aber bis zum Jahr 1987 mehrfach baulich verändert.

Doppelt so große Wasserfläche im Hallenbad

Die Wasserfläche im Innenbereich wird mit 700 Quadratmeter rund doppelt so groß wie bisher. Vor allem Vereine und Schulen klagen schon lange darüber, dass im Alohra zu wenig Platz sei – Badegäste wiederum beschweren sich darüber, dass bei der Vereinsnutzung kaum noch die Möglichkeit zum Schwimmen bestehe. Diese Situation soll mit größeren Becken und einem abgekoppelten Sprungbereich entzerrt werden. Auch die Angebote für Kleinkinder würden größer. Darüber hinaus soll es – wie bisher – ein zusätzliches beheiztes 320 Quadratmeter großes Außenbecken geben.

Sportbecken mit 50-Meter-Bahnen bleibt erhalten

Im Freibadbereich, der nur im Sommer betrieben wird, soll es neben dem Sportbecken ein Erlebnisbecken geben. Das bestehende 50-Meter-Becken würde erhalten bleiben, allerdings von acht auf sechs Bahnen verschmälert. Genau dagegen hat die SPD-Fraktion einen Antrag eingereicht (siehe gesonderten Bericht). Mit dieser Konzeption ist das ursprüngliche Ansinnen, das 50-Meter-Becken als Kombibecken gleichsam für Schwimmer und Planscher auszubauen, vom Tisch. Ausdrücklich schlägt die Stadt vor, das Bad in modularer Bauweise einzurichten, die gegebenenfalls vergrößert und erweitert werden kann.

Auch eine Sauna wird gebaut

Schließlich soll eine Sauna das Angebot ergänzen. Zunächst ist an eine kleine Lösung gedacht mit einem Saunaraum, einem Dampfbad und einem Warmluftraum, mit Fußwärm- und Tauchbecken sowie einem Saunagarten. Auch hier soll so gebaut werden, dass die Sauna später erweitert werden kann. Eine eigene Gastronomie für die Sauna ist vorerst nicht vorgesehen, wohl aber für die Gesamtanlage.
Die Stadtwerke betonen schon lange, dass das Hallenfreibad aus dem Jahr 1971 und das Freibad aus dem Jahr 1938 technisch nicht mehr lange durchhalten. Mit dem Kombibad würde der Standort des Hallenbads aufgegeben.