Auf Spurensuche: Ermittler der Kriminalpolizei untersuchen am Dienstag die Überreste des Wohnwagens in der Lochfeldstraße.
Auf Spurensuche: Ermittler der Kriminalpolizei untersuchen am Dienstag die Überreste des Wohnwagens in der Lochfeldstraße. | Foto: Siebnich

Toter im Wohnwagen

Kriminalpolizei nach Leichenfund in Rastatt auf Spurensuche

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Vorsichtig schiebt ein Beamter der Kriminalpolizei eine Schaufel in den Schutthaufen. Bis Sonntagabend standen auf dem Grundstück in der Rastatter Lochfeldstraße ein Wohnwagen und eine Gartenhütte. Dann gingen sie in Flammen auf. Wie das Polizeipräsidium Offenburg erst am Dienstag mitteilte, fand die Feuerwehr in den verkohlten Überresten eine männliche Leiche. Die Hintergründe sind noch unklar.

Die Kriminalpolizei ist weiter auf Spurensuche. Mehrere Beamte arbeiten sich Schrittweise durch den Brandschutt. Zwei der Männer tragen weiße Schutzanzüge. „Wir schauen nach Hinweisen auf die Brandursache“, erklärt ein Beamter. Hinweise auf Brandstiftung oder ein Verbrechen gebe es nicht.

Feuerwehr Rastatt verhindert Übergriff der Flammen auf weitere Hütten

Die Feuerwehr Rastatt war am Sonntag um 22.11 Uhr alarmiert worden. Als die Einsatzkräfte in der Lochfeldstraße östlich des Bahnhofs ankamen, stand der Wohnwagen und die Gartenhütte bereits komplett in Flammen. Drei Atemschutztrupps bekämpften das Feuer. Insgesamt war die Feuerwehr Rastatt mit sieben Fahrzeugen und 20 Mitglieder im Einsatz.

Die Feuerwehr Rastatt bekämpft die Flammen mit Hilfe der Drehleiter. | Foto: pr

Mit massivem Wassereinsatz gelang es ihnen, die angrenzenden Hütten zu schützen. Mit Hilfe der Drehleiter wurde das Geschehen ausgeleuchtet. Schließlich folgte der schreckliche Fund: „Während der Löscharbeiten wurde eine leblose Person gefunden, die leider an der Brandstelle verstorben war“, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr.

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Polizei: Wohnwagen in Rastatt war verschlossen

Ob es sich bei dem Toten um den Eigentümer des Wohnwagens handelt, ist offen. Die Polizei teilte lediglich mit: „Die Ermittlungen zur Identität des Unbekannten sowie zur Ursache des Brandes dauern an.“ Erste Untersuchungen ließen bislang keine genauen Rückschlüsse zu, das Kriminalkommissariat Rastatt die setze Ermittlungen fort.

Deshalb sind die Beamten mehr als 36 Stunden nach dem Brand erneut vor Ort, um weitere Erkenntnisse zu gewinnen.

Als Ursache komme zum Beispiel ein technischer Defekt oder auch Fahrlässigkeit infrage, sagt ein Beamter gegenüber unserer Redaktion. Der Wohnwagen sei verschlossen gewesen, deshalb deute nichts auf ein Verbrechen an. Allerdings will er sich nicht mit Spekulationen aus dem Fenster lehnen: „Im Grunde ist alles offen.“