Nicht nur Rastatt bewirbt sich: Insgesamt acht Kommunen wollen die Landesgartenschau ausrichten. Die Entscheidung fällt im Sommer.
Nicht nur Rastatt bewirbt sich: Insgesamt acht Kommunen wollen die Landesgartenschau ausrichten. Die Entscheidung fällt im Sommer. | Foto: Collet

Drei Städte kommen zum Zug

Landesgartenschau 2032: Diese Konkurrenten treten gegen Rastatt an

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Die Stadtverwaltung hatte gut recherchiert. Die Konkurrenten im Rennen um die Landesgartenschau 2032 waren im Rastatter Rathaus im Vorfeld bekannt. Jetzt hat Minister Peter Hauk (CDU) in Stuttgart offiziell die Bewerberliste vorgelegt. Die Barockstadt muss sich gegen sieben Kommunen durchsetzen.

Diese heißen Bad Mergentheim, Crailsheim, Ludwigsburg, Nürtingen, Offenburg sowie das Bewerber-Duo Schweikheim und Winnenden. Gemeinsam mit Rastatt werfen diese Kommunen ihren Hut nicht nur für die Landesgartenschau 2032 in den Ring, sondern alternativ auch für die Auflagen 2034 oder 2036.

Entscheidung wird im Sommer fallen

Insgesamt werden also drei Städte zum Zug kommen. Neun weitere Kommunen bewerben sich um die kleineren Gartenschauen, die dazu im Wechsel 2031, 33 und 35 stattfinden. Minister Hauk wird in einer Pressemitteilung mit den Worten zitiert: „Im Sommer 2020 wird der Ministerrat nach erfolgter Bereisung der Bewerberstädte durch eine Fachkommission über den Zuschlag für die jeweils drei zu vergebenden Gartenschauen und Landesgartenschauen entscheiden.“

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Eine Gartenschau sei ein wichtiger Entwicklungsimpuls, der in viele Bereiche ausstrahle und Antworten auf Herausforderungen gäbe, denen sich unsere Städte und Kommunen heute stellen müssten. Über das Landesprogramm „Natur in Stadt und Land“ werde den ausrichtenden Städten und Kommunen ein Zuschuss in Höhe von maximal fünf Millionen Euro für eine Landesgartenschau und für eine Gartenschau in Höhe von maximal zwei Millionen Euro gewährt.

Gartenschau ist Möglichkeit für viele wichtige Projekte

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch hatte Hauk die Rastatter Bewerbung am 18. Dezember übergeben. Zwei Tage zuvor hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit grünes Licht gegeben. Lediglich die AfD stimmte gegen die Bewerbung.

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Wie berichtet, liegt eine erste Kostenschätzung für die Großveranstaltung bei fast 90 Millionen Euro, wobei allerdings rund 58 Millionen Euro auf Infrastrukturmaßnahmen entfallen, die nicht unmittelbar mit der Landesgartenschau zusammenhängen. Beispiel dafür sind die Neugestaltung der Murgpromenaden, der Umbau des Bahnhofvorplatzes, Straßensanierungen oder der Bau neuer Radwege in die Rieddörfer.

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch sieht in der Landesgartenschau die Chance, diese Projekte schneller und auch mit Hilfe von Fördermitteln zu realisieren. „Die Landesgartenschau ist die große Klammer, die große Möglichkeit für viele wichtige Projekte“, sagte der OB beim Neujahrsempfang am Freitag vergangener Woche.