Die Baustelle an der Kreuzung von B 3 und B 462 befindet sich zehn Meter über den Tunnelröhren.
Die Baustelle an der Kreuzung von B 3 und B 462 befindet sich zehn Meter über den Tunnelröhren. | Foto: Collet

Bauarbeiten bei Rastatt

Loch über der Tunnelröhre

Anzeige

Kurzer Schreck am Rastatter Bahntunnel: Während der Bauarbeiten an der Kreuzung von B 3 und B 462 tat sich ein Loch über der Röhre auf. Die Deutsche Bahn gibt allerdings Entwarnung, bis zum Mittwoch sei das Loch mit Beton wieder aufgefüllt – und an der Kreuzung kann weitergebaut werden.

Kein Zusammenhang mit Absenkung bei Niederbühl

„Auf keinen Fall hat der Vorfall von der vergangenen Woche etwas mit der Absenkung bei Niederbühl zu tun“, so Bahnsprecher Michael Breßmer im Gespräch mit den Badischen Neuesten Nachrichten. Zwischen beiden Stellen liegen rund drei Kilometer.

Was ist konkret passiert?

Bekannt ist inzwischen folgendes: Um den Untergrund für eine neue Asphaltdecke vorzubereiten, wurde im Bereich der Kreuzung der Boden verdichtet. An der Stelle, die sich direkt über einer der beiden Tunnelröhren befindet, entstand dabei ein 70 Zentimeter breites und 60 Zentimeter tiefes Loch. Darunter war Kies zu erkennen. Nach Breßmers Angaben liegt die Tunnelröhre hier rund zehn Meter tiefer. Die Bahn wurde verständigt, diese untersuchte den Boden in einem größeren Umkreis. „An keiner Stelle wurde irgendeine Absenkung oder ein weiteres Loch entdeckt“, erklärt Breßmer. Außerdem habe man die Röhre untersucht, auch an ihr sei keine Veränderung zu erkennen.

Spezialgerät füllt mit Beton auf

Am Montag traf schließlich ein Spezialgerät ein, das den Hohlraum mit Beton auffüllt. Das soll am heutigen Mittwoch beendet sein, so Breßmers Ankündigung. Dann laufen die Bauarbeiten ganz normal weiter.
Auf Absenkungen im Bereich des Bahntunnels reagieren alle Beteiligten sofort sensibel, nachdem sich im August vergangenen Jahres die Rheintalstrecke bei Niederbühl abgesenkt hatte. Damals war in der Tat die Röhre beschädigt, was zu einem größeren Einbruch des Bodens geführt hatte. Sieben Wochen lang war die Strecke gesperrt, der einbetonierte Bohrer wird derzeit herausgemeißelt.