Freude in Rastatt: Netzvorstand Ronald Pofalla, Bahnchef Richard Lutz und OB Hans Jürgen Pütsch (von links).
Freude in Rastatt: Netzvorstand Ronald Pofalla, Bahnchef Richard Lutz und OB Hans Jürgen Pütsch (von links). | Foto: Collet

Pofalla und Lutz in Rastatt

Maroder Bahnhof wird saniert

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Der Durchbruch ist geschafft: Die Deutsche Bahn wird den maroden Rastatter Bahnhof sanieren. Bahnchef Richard Lutz und Netzvorstand Ronald Pofalla erklärten am Mittwoch in Rastatt, dass die Bahnsteige erhöht, neue Aufzüge gebaut und die Dächer erneuert werden. Investiert werden 17,6 Millionen Euro, davon trägt die Bahn den größten Teil in Höhe von 13,4 Millionen Euro, das Land steuert 2,8 und die Stadt Rastatt 1,4 Millionen Euro bei.

Bahnhof soll bis zum Jahr 2022 fertig sein

Gerechnet wird mit einem Baubeginn im Jahr 2020, bis 2022 soll der Bahnhof fertig sein.
Letztlich hatte die Havarie des Tunnels bei Niederbühl die Bahn zum Handeln gezwungen. Während die Stadt Rastatt seit Jahren um eine Sanierung ihres Bahnhofs kämpft, wurde die Dringlichkeit angesichts stündlich ankommender ICE-Züge mit täglich rund 30 000 Reisenden besonders deutlich. Wegen der nicht-barrierefreien und unansehnlichen Station hagelte es Proteste, die Stadt Rastatt stellte auf dem Vorplatz gar Transparente auf mit dem Tenor: Die Barockstadt hat auch schöne Seiten.

Tunnel-Havarie zwang zum Handeln

Bahnchef Lutz räumte unterdessen ein, dass die „Geduld und Leidensfähigkeit der Menschen während der Streckensperrung auf die Probe gestellt wurde“. Pofalla betonte, dass es gelungen sei, die Rheintalstrecke eine Woche früher als geplant wieder in Betrieb zu nehmen. Ab dem 2. Oktober um 0.01 Uhr sollen die ersten Züge rollen.