Die Bürger-Informationsschrift zu PFC stellen Jens Nottermann, Katja Hepp und Gabriel Striegel (von links) vor.
Die Bürger-Informationsschrift zu PFC stellen Jens Nottermann, Katja Hepp und Gabriel Striegel (von links) vor. | Foto: Klatt

Bürger-Informationsschrift

Digitale Auskunft schafft nötige Transparenz

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Von Patricia Klatt

Wir befinden uns im Jahre fünf des PFC-Skandals in Mittelbaden und die PFC-Probleme wuchsen quasi parallel mit der Zahl der nachgewiesenen PFC-Verbindungen. Die Informationen sind zwar bei allen Behörden online abrufbar, aber dem Bürger schwirrt angesichts des Umfangs und der Details der Kopf. Mit der Bürger-Informationsschrift, die seit September 2018 in einer Online-Version vorliegt, wählte die Stabsstelle PFC nun einen weiteren Weg zur Information.

Man habe hier den aktuellen Sachstand und künftige Handlungsansätze dargestellt. Die unterschiedlichen Themenbereiche der PFC-Problematik seien umfangreich und teilweise miteinander verzahnt, so dass es für die Bürger und Bürgerinnen nicht immer leicht sei, sich einen Überblick zu verschaffen, sagt Katja Hepp von der Stabsstelle PFC.

PFC in vielen Lebensbereichen

Die Bürgerinformation, die durch das Regierungspräsidium Karlsruhe gemeinsam mit dem Landkreis Rastatt sowie den Städten Baden-Baden und Mannheim unter Einbeziehung diverser weiterer Fachbehörden erarbeitet worden ist, soll nun Abhilfe schaffen. Ungefähr ein dreiviertel Jahr hat es gedauert, die Fakten kompakt zusammenzufassen. Schon das Inhaltsverzeichnis zeigt sehr deutlich, wieviele verschiedene Bereiche unseres täglichen Lebens neben Landwirtschaft und Trinkwasser im „PFC-Land“ mittlerweile betroffen sind. Ob Belastungssituation von Boden, Sanierungsbetrachtungen, Bauleitplanung oder Freiland-Photovoltaikanlagen, die Liste ist lang.

Vertrauen durch Transparenz

Die transparente Information der Öffentlichkeit sei ihnen dabei sehr wichtig, denn nur so könne Vertrauen in das behördliche Handeln bei der PFC-Problematik entstehen, bekräftigt Katja Hepp. Die Broschüre setzt die Grundkenntnisse des hiesigen Skandals als bekannt voraus und steigt gleich mitten in die Situation ein. Behördendeutsch zur Beschreibung der Gesetzeslage ließ sich nicht überall vermeiden. Fachbegriffe wie Bundesbodenschutzgesetz mögen auf den ein oder anderen vielleicht abschreckend wirken, aber man sollte sich davon nicht einschüchtern lassen.

Kompakter Überblick

Denn wer einen kompakten Überblick über die verschiedenen Handlungsfelder der Behörden und Forschungseinrichtungen in hiesigen PFC-Skandal sucht, für den ist die Bürgerinformation genau das richtige. Vielleicht könnte man ergänzend auch in dieser Online-Version die Internet-Links zu Vorerntemonitoring, Trinkwasser und anderem mit aufnehmen, so dass der Leser nicht auf der Homepage danach suchen muss?

Bürger greifen auf Dokumentation zu.

Insgesamt ist das Feedback auf die Bürgerinformation nur positiv, wie Katja Hepp betont. „Die Download-Zahlen auf unserer Internetseite zeigen, dass bereits zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf die Dokumentation zugreifen, die auch die Hauptzielgruppe der Dokumentation sind“, sagt sie. „Teilweise wird die Bürgerinformation aber auch von Fachleuten und Pressevertretern als Informationsquelle genutzt“.

Aktualisierungen folgen

Die digitale Version soll regelmäßig aktualisiert und überarbeitet werden, denn die transparente Information der Öffentlichkeit sieht die Stabsstelle als ihre vorrangige und dauerhafte Aufgabe an. „Ohne Transparenz geht es nicht“, so Hepp.

Die Bürger-Informationsbschrift gibt es auf der Homepage der Stabstelle PFC unter dem Suchbegriff PFC-Bürgerinformation.