Bahntunnel bei Rastatt
Ab Montag soll der Propfen abgetragen werden. | Foto: Uli Deck

Bahn entschuldigt sich vorab

Pfropfen wird ab Montag abgefräst

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Die Arbeiten am Rastatter Bahntunnel gehen weiter. Wie die Bahn mitteilt, wird der Betonpfropfen in der Oströhre ab Montag, 5. Februar, abgetragen. Damit ist die einbetonierte Tunnelbohrmaschine „Wilhelmine“ erreichbar.

Dieser Pfropfen wurde im August 2017 in den Tunnel in Niederbühl eingebracht. Nach der Havarie bei Tunnelbauarbeiten unter den Gleisen der Rheintalbahn diente er dazu, den intakten Tunnel von dem Schadensbereich abzutrennen. Rund 2.000 Kubikmeter Beton wurden dazu über die Oberfläche in den Tunnel eingefüllt.

Details zur Pfropfen-Abtragung

Jetzt gibt die Bahn Details zum Verfahren bekannt: Ein Kettenbagger mit einem speziellen Schneidkopf soll den Betonpfropfen abtragen. Das abgefräste Material wird durch die Oströhre bis an das Nordportal bei Ötigheim transportiert und dort entsorgt. Die Fräsarbeiten finden tagsüber statt und werden voraussichtlich bis Anfang Mai andauern, so die Bahn. Die Fräsarbeiten können zu Lärmbelästigungen auch an der Oberfläche führen. Mit der Beseitigung des Pfropfens werden die Tunnelarbeiten in der Oströhre vorbereitet.

Wie die Bahn betont, ist über das Vorgehen im Bereich der Rheintalbahn jedoch noch keine Entscheidung getroffen worden. Ist der Pfropfen weg, soll die Tunneldecke zur Erdoberfläche geöffnet werden. Diese Öffnung dient als Rettungsweg aus der Tunnelröhre sowie zur logistischen Versorgung der weiteren Bauarbeiten. Die Bahn bittet für entstehende Unannehmlichkeiten um Entschuldigung.