Symbolfoto Cybercrime
Symbolfoto Cybercrime | Foto: Fohringer/APA/dpa

Südwesten

Polizei warnt vor Betrugsmasche mit Porno-Videos

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Das Polizeipräsidium Offenburg warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit Porno-Videos: Seit einigen Tagen häufen sich laut einer Mitteilung vom Mittwoch bei den Dienststellen die Anzeigen männlicher Internetnutzer.

Diese seien von Unbekannten per E-Mail darüber benachrichtigt worden, dass von ihnen ein „Masturbationsvideo“ vorhanden und eine Veröffentlichung der Aufnahme in den sozialen Netzwerken nur gegen die Zahlung von 500 Euro auf ein vorgeschriebenes Bitcoin-Konto abzuwenden sei.

Die Unbekannten erläuterten in den E-Mails, dass die Rechner der Männer im Vorfeld während des Besuchs von Webseiten mit pornografischem Inhalt gehackt und die Nutzer anschließend während der Selbstbefriedigung über die Webcam gefilmt worden seien.

Erpressungsversuche mit Porno-Videos sind bundesweites Phänomen

Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei dem Erpressungsversuch um ein bundesweites Phänomen, wobei innerhalb der Zuständigkeit des Polizeipräsidiums Offenburg bislang acht Geschädigte mit den Beamten in Verbindung getreten seien. Zu einer Überweisung des Geldes kam es laut Mitteilung bislang nicht.

Die Polizei Offenburg warnt Betroffene davor, Geld zu überweisen. Zudem sollten niemals persönliche Daten preisgegeben werden. Die Spezialisten des Bereichs „Cybercrime“ sei kein Fall bekannt, in dem es zur Veröffentlichung eines solchen Videos gekommen sei.