Die neuen Radwege im Rödernweg führen um die Parkplätze herum und erreichen damit fast die Fahrbahnmitte. Diesem Radfahrer ist das offenbar zu gefährlich, er nutzt weiterhin den breiten Gehweg.
Die neuen Radwege im Rödernweg führen um die Parkplätze herum und erreichen damit fast die Fahrbahnmitte. Diesem Radfahrer ist das offenbar zu gefährlich, er nutzt weiterhin den breiten Gehweg. | Foto: Collet

Krasse Markierung in Rastatt

Radler fahren Schlangenlinien

Anzeige

An zwei neuralgischen Punkten sind mehrmonatige Straßenbauarbeiten nahezu abgeschlossen. Während auf dem Rödernweg die Markierung im Advent fertiggestellt wurde, kann in der Oberwaldstraße der Verkehr wieder rollen – hier sind die Ampel und der Straßenbelag an der Kreuzung zur Buchenstraße fertig. Außerdem wurde hier die Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut. Die Markierung wird im Frühjahr gemacht, da hierfür mindestens zehn Grad Celsius erforderlich sind.

Verblüffte Verkehrsteilnehmer

Derweil verblüfft die fertige Markierung im Rödernweg viele Verkehrsteilnehmer: Auf beiden Seiten gibt es Schutzstreifen für Radfahrer, die um neu eingezeichnete Parkflächen in Schlangenlinien herumführen. Die Radwege erreichen dadurch fast die Fahrbahnmitte.
Bisher war nur auf der dem Segelflugplatz zugewandten Seite ein Schutzstreifen auf der Fahrbahn, in der Gegenrichtung verlief der Radweg auf dem relativ breiten Bürgersteig. Eingezeichnete Parkplätze gab es im Bereich zwischen der Baldenaustraße und dem Neubaugebiet an der Zaystraße bisher keine. Wer in einen solchen Parkplatz einfahren will, muss den Radstreifen queren. Durchfahrende Autos müssen in großem Bogen um Parkflächen und Radweg herumfahren, was bei Gegenverkehr nicht möglich ist – mit der Folge, dass die Schutzstreifen für Radfahrer dann als Autofahrfläche herhalten müssen.

Probleme auch an anderen Stellen

Vielen Radfahrern ist das allerdings zu gefährlich – sie radeln auf beiden Seiten auf den breiten Gehwegen. Ein ähnliches Phänomen hatte sich bereits bei der Neumarkierung der Oberwaldstraße von der jetzt sanierten Kreuzung bis zur Wilhelm-Busch-Straße ergeben: Der Schutzstreifen ist von den Parkplätzen und Einmündungen her so schlecht einsehbar, dass viele Radfahrer in beide Richtungen auf den gegenüberliegenden Bürgersteig ausweichen.