Radsportfreunde
Noch alles in Ordnung war beim Start der Italien-Tour der Radsportfreunde Rastatt in Bari. Der schwere Sturz eines Teilnehmers veränderte später die Stimmung grundlegend. | Foto: pr

Schwerer Sturz in Italien

Radsportfreunde Rastatt sind schockiert

Ein schwerer Sturz hat die 49. Tour der Radsportfreunde Rastatt in Italien überschattet. Ein Teilnehmer aus der 14-köpfigen Gruppe war auf der fünften Etappe von Sora zum Abbruzzen-Städtchen Popoli auf der Abfahrt vom 1 400 Meter hoch gelegenen Passo Diabolo hinunter nach Gioia di Marsi auf 703 Metern Höhe bei einer rasanten Abfahrt kurz hinter dem kleinen Bergort Gioia Vecchi gestürzt und hat sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zugezogen.

Unglücksursache ist noch unklar

Die genauen Umstände seien laut Peter Fritz, der die Tour auf den Spuren des Giro d’Italia organisiert hatte, noch unklar. Es sei eine kurvenreiche Strecke gewesen und möglicherweise habe ein Riss in der Makadam-Decke auf der Straße zu dem schlimmen Unfall geführt, wie Fritz am Mittwoch gegenüber den BNN mutmaßte. In einer S-Kurve sei der Verunglückte von den nachfolgenden Sportfreunden mit blutenden Wunden auf der Straße liegend gefunden worden. Er wurde so schwer verletzt, dass er mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus nach Avezzano, rund 100 Kilometer östlich von Rom, geflogen werden musste.

Verletzter liegt auf der Intensivstation

Vier Radsportfreunde, darunter eine Ärztin aus Bad Soden im Taunus, die mit ihrem Mann zum zweiten Mal mit den Radsportfreunden unterwegs war, hätten bis zum Eintreffen des Rettungswagens und des Hubschraubers erste Hilfe geleistet, berichtet Fritz. Auf einer Bergwiese, rund einen Kilometer oberhalb der Unfallstelle sei der Verunglückte aus dem Krankenwagen von dem Rettungshubschrauber übernommen worden, schildert Fritz den weiteren Ablauf des Geschehens. Die Ehefrau des Gestürzten, die als Betreuerin bei der Tour dabei war, sei mit einigen anderen Teilnehmern mit ins Krankenhaus gefahren.
Der Verunglückte wurde in die Intensivstation aufgenommen, während andere Teilnehmer die Tour noch wie geplant zu Ende gefahren seien.

Jubiläumstour steht auf der Kippe

Peter Fritz zeigte sich auch nach der Rückkehr der Gruppe gestern noch schockiert über das Geschehen: „40 Jahre lang ist bei unseren Touren bisher alles gut verlaufen, aber nun musste auch ich die Kehrseite unseres schönen Radsports kennenlernen. Diese Verantwortung drückt schon schwer“, sagt der Chef der Radsportfreunde Rastatt. Deshalb habe er sich momentan auch noch nicht entschieden, ob es noch eine 50. Tour der Radsportfreunde gibt, die eigentlich im kommenden Jahr stattfinden sollte.
„Diesen tragischen und sehr schweren Unfall muss ich erst einmal verarbeiten. Ich bete und hoffe, dass unser Sportfreund bald wieder heimkehren kann und zu voller Gesundheit gelangt. Er ist einer unserer besten und routiniertesten Bergfahrer“, betont Fritz und denkt darüber nach, „die Sportfreunde vorerst durch meine Tour-Ideen keinen solchen Gefahren mehr auszusetzen.“