Zigarettenkippen
Achtlos weggeworfene Kippen können teuer werden. | Foto: Tobias Hase

Start nach Sommerferien

Rastatt intensiviert den Kampf gegen Müllsünder

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Insgesamt 75 öffentliche Abfallbehälter gibt es allein in der Rastatter Innenstadt, weitere 175 an anderen Stellen im Stadtgebiet. Und dennoch werden Pappbecher, Taschentücher oder Zigarettenkippen häufig achtlos auf den Gehweg geworfen oder in Grünflächen entsorgt.

Knapp  1250 Tonnen Müll fallen dabei jährlich an. Das sind 24 Tonnen pro Woche, Tendenz steigend. Die Stadt Rastatt tritt der zunehmenden Vermüllung auf öffentlichen Flächen, auch Littering genannt, entschieden entgegen.

Stadtpolizisten werden nach den Sommerferien aktiv

Im Zuge des neuen Stadtreinigungskonzeptes, das im Mai vom Gemeinderat verabschiedet wurde, seien verschiedene Aktionen geplant, um die Öffentlichkeit fürs Thema Littering zu sensibilisieren, teilte die Stadt mit. So würden die Stadtpolizisten nach den Sommerferien zentrale Plätze, Straßen und Schulen überwachen und Müllsünder zunächst mündlich verwarnen. Danach könne es teuer werden. Denn wer beim achtlosen Wegwerfen seines Abfalls erwischt wird, müsse mit einem saftigen Bußgeld von 75 Euro rechnen.

„Das Wegwerfen von Kleinstmüll ist kein Kavaliersdelikt“, begründet Bernd Münster, Kundenbereichsleiter der städtischen Bußgeldstelle, die Offensive. Müll in der Öffentlichkeit gefährde nicht nur die Umwelt und trübe das Bild der Stadt, sondern er wirke sich auch negativ auf das Sicherheitsgefühl der Bürger aus.

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Der Unwissenheit entgegen wirken

Hinzu komme, dass Littering teuer sei, gibt Münster zu bedenken. Um die Straßen und Grünanlagen sauberzuhalten, wende die Stadt Rastatt mittlerweile mehr als 1,7 Millionen Euro an Reinigungskosten pro Jahr auf. Münster verortet Littering als ein Gesellschaftsphänomen, das mit der fliegenden Verpflegung aufgekommen sei.

Gründe für das achtlose Wegwerfen von Kleinstmüll seien häufig Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit. Bernd Münster vermutet, dass „viele Bürger auch nicht wissen, dass ihr Verhalten ein strafbares ist.“ Der Unwissenheit entgegenwirken will die Stadt nun zunächst mit Kontrollen an sogenannten Hotspots, verbunden mit der Aufklärung über Strafen und Kosten.

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Seit Mai höhere Bußgelder

Das im Mai vom Gemeinderat verabschiedete neue Stadtreinigungskonzept wird federführend vom Bauhof koordiniert und von einer Arbeitsgruppe aus mehreren Dienststellen der Stadt und Mitgliedern des Gemeinderates sowie dem Infa-Institut aus Ahlen begleitet. Es setzt auf die drei „S“: säubern, sensibilisieren und sanktionieren. Wer in Rastatt erwischt wird, wie er etwa eine Zigarette achtlos wegwirft, zahlt seit Mai 75 Euro Bußgeld und damit 55 Euro mehr als zuvor.

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BNN