Die Gastgeber „We are in plastic“ spielen beim „Rockstatt Open Air“ selbst als eine von sechs Bands im Hof des Kulturforums in Rastatt. Viele der Musiker haben ihren Ursprung in der Region.
Die Gastgeber „We are in plastic“ spielen beim „Rockstatt Open Air“ selbst als eine von sechs Bands im Hof des Kulturforums in Rastatt. Viele der Musiker haben ihren Ursprung in der Region. | Foto: pr

Sechs Bands in einem Konzert

Rastatter Kulturhof wird zur Bühne für das „Rockstatt Open Air“

Anzeige

Die englischen Namen rufen zwar keine regionalen Assoziationen hervor, die sechs Bands haben ihr Zuhause jedoch in Rastatt, Karlsruhe und Stuttgart. Ihren individuellen Klang präsentieren sie beim „Rockstatt Open Air“ am 7. September. Der Innenhof des Rastatter Kulturforums verwandelt sich ab 16 Uhr in einen Konzertsaal unter freiem Himmel. Gastgeber ist die lokale Band „We are in plastic“, die den Abend mit Unterstützung der Stadt Rastatt organisiert.

„Wir wollen die Ferien mit Rockmusik beleben“, sagt Thomas Bauer, Gitarrist von „We are in plastic“. Bis vor wenigen Jahren gab es regelmäßig solche Konzerte. „Dann hat sich das alles verlaufen“, erinnert er sich. Nun nimmt die Band die Organisation selbst in die Hand. „Lokale Bands kommen zusammen“, betont Bauer. „Es ist Sommer, wir haben einen Hof und die Möglichkeiten, also wird daraus ein Open Air“, erklärt er weiter.

Gemeinsames Projekt mit der Stadt

Der Jugendtreff stellt der Band kostenlos einen Probenraum zur Verfügung. „Jetzt können wir etwas zurückgeben“, sagt Thomas Marsetz, ebenfalls Gitarrist bei „We are in plastic“. Die Stadt trage die Verantwortung und finanziere das Open Air durch Kulturförderungsprogramme. Die Organisation liegt wiederum in der Hand der fünf Musiker. „Es ist ein Pilotprojekt“, erklärt Marsetz. „Wir müssen schauen, wie das ankommt.“

„Rockstatt Open Air“ liegt in der Hand der Band

Die Gastgeber haben jedoch mehr zu tun, als nur ihren eigenen Auftritt zu spielen. „Das Thema Musik ist der kleinste Punkt“, sagt Bauer. „Wir müssen schauen, dass alles läuft.“ Bereits seit Februar trifft sich das Team mit Verantwortlichen des Jugendtreffs. Bei der Auswahl der Bands stand vor allem eins im Vordergrund: die Verbundenheit zur Region.

Regionale Musiker spielen

Die meisten der sechs Acts sind aus Rastatt, einige aus Karlsruhe. „Bands aus der Region bekommen die Möglichkeit, vor Publikum zu spielen“, betont Martina Wolf vom Jugendtreff. Der Hauptact „Venues“ reist aus Stuttgart an. Zuvor spielen „J & the Big B’s“, „Debt Mountain“, „Escape the void“, „Mess up your DNA“ und die Gastgeber selbst.

Ein bis zwei Songs werden wir davon allerdings schon beim Open Air auskoppeln.

„Wir haben über Freunde zusammengefunden“, erklärt Bauer zur Entstehungsgeschichte von „We are in plastic“. Seit 2012 gibt es die Band bereits, ein Mitgliederwechsel 2014 war einer der größten Umbrüche. „Unsere Musik wurde melodischer“, sagt der Gitarrist. Im selben Jahr veröffentlichten die fünf Künstler auch ihr erstes Album mit eigenen Liedern. Das Zweite sei in Arbeit und erscheine voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres. „Ein bis zwei Songs werden wir davon allerdings schon beim Open Air auskoppeln“, verrät Bauer.

Sechs Bands an einem Abend

Die musikalischen Stile an dem Abend seien aber ganz verschieden, erklärt er. Rock, Pop oder Metal: „Es ist für jeden was dabei“, ergänzt er. 30 bis 60 Minuten spielen die Bands jeweils. Mit rund 100 bis 200 Gästen rechnet das Team. Von Einlasskontrollen bis zu Hilfsdiensten auf dem Gelände gebe es genug Aufgaben zu erledigen. „Es gibt genug Posten zu vergeben für Freiwillige, die sich noch einbringen wollen“, fügt Wolf hinzu. „Bei strömenden Regen wird das Konzert in den Keller des Jugendtreffs verlegt“, erklärt Marsetz. Dementsprechend seien die Vorverkaufstickets auch limitiert.