it Mehl, Salz, zwei Halbschalen auf dem Hintern und einer Küchenschürze begeisterte Anita Bertolami beim Auftakt zum tête-à-tête das Publikum. | Foto: Collet

Auftakt zum Tête-à-Tête

Slapstick und begeisternde Jonglage

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Jonglage, Akrobatik, Musik und irrwitzige Szenen in Slapstick-Manier – das sind Szenen, die man mit Straßentheater verbindet. Und diese Zutaten fanden die Besucher am Dienstagabend zwar nicht auf der Straße, aber in der Badner Halle in Rastatt. Dort wurde das tête-à-tête, Deutschlands größtes Festival für internationales Straßentheater, mit einer Zirkusnacht eröffnet. 270 Auftritte wird es bis Sonntag in der Stadt geben.

1993 fand das Straßentheaterfestival zum ersten Mal statt

25 Jahre ist es her, dass das Festival in Rastatt zum ersten Mal stattfand. Eine Zahl, auf die auch Rastatts Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch Bezug nahm. „Das tête-à-tête ist das Aushängeschild für unsere Stadt und unsere Region“, sagte er im voll besetzten Saal der Badner Halle. Das Festival habe einen festen Platz in den Herzen unzähliger Menschen weit über die Region hinaus gefunden. Nach den Grußworten der künstlerischen Leiterinnen Kathrin Baar und Julia von Wild, die ihren Vorgängern einen „verdammt guten Job“ attestierten, begann das bunte Treiben der Künstler auf der Bühne.

„Barada Street“ mit genialer Moderation

Kongenial übernahm das Duo „Barada Street“ die Moderation. Mit Hut und Zylinder sorgten sie musikalisch an den Ukulelen, lautmalerisch und akrobatisch schon mal für Szenenapplaus.

Electro-Swing und Zeitreise in die 20er-Jahre

Danach folgte quirlig „Spot the Drop“: Eine Performance zuerst mit Klappstühlen, dann mit einer genialen Ball-Jonglage und am Schluss mit Kegeln, das alles mit Electro-Swing unterlegt. Alles erinnerte an eine Reise zurück in die 20er-Jahre. Eine Aufführung die auch das Publikum mit tosendem Applaus belohnte. Kegel spielten auch bei der kanadischen Formation „Qatuor Stomp“ eine Rolle. Dynamisch und kraftvoll sorgten sie mit verschiedenen Akrobatikeinlagen, unterlegt mit ClubSounds, für jede Menge Action auf der Bühne.

Mit dem Rücken zum Publikum

Schon etwas ruhiger ging es da bei Anita Bertolami zu. Aber: Mehl, Salz, ein Koffer, zwei Halbschalen auf dem Hintern, eine Küchenschürze, und das alles mit dem Rücken zu den Zuschauern – mehr brauchte sie nicht, um das Publikum zu begeistern.