Geschicklichkeit gefragt: Ata Icboyun schlug sich achtbar beim Fahrrad-Polo.
Geschicklichkeit gefragt: Ata Icboyun schlug sich achtbar beim Fahrrad-Polo. | Foto: Collet

„Gentleman 2018“ in Iffezheim

Stilvoll beim Fahrrad-Polo

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„Wenn Du in das Tor fällst, gibt es einen Sonderpunkt“, ruft Constantin Herrmann. Der Moderator und in Personalunion Beauty-Director des Lifestyle-Magazins GQ feuert die Kandidaten an – und informiert sie gleichzeitig darüber, wieviel Mal sie treffen müssen, um zu gewinnen.

Lifestyle-Magazin sucht „Gentleman des Jahres“

Es ist klar: Mit reichlich Ehrgeiz sind sie alle bei der Sache, um die erste Herausforderung im Wettbewerb „Gentleman des Jahres 2018“ auf der Iffezheimer Rennbahn zu bestehen. Dort, wo sich ansonsten die Galopper um die Plätze im Zieleinlauf streiten, gilt es für die zehn Aspiranten auf den Gentleman-Titel Geschick auf dem Fahrrad zu beweisen – und zwar beim Fahrrad-Polo. Dies wiederum auf wahrlich erlesenem Material, denn just die mit 133 Jahren älteste deutsche Fahrradmanufaktur aus der Nähe von Chemnitz hat die „Diamant-Räder“ für diese Herausforderung zur Verfügung gestellt.

Fahrrad-Polo auf der Galopprennbahn

Freilich: Wesentlich leichter fällt es den jungen Männern aber auch trotz des komfortablen zweirädrigen Untersatzes nicht, die Prüfung zu bewältigen. Auf dem Sattel mit einem Schläger den relativ kleinen Ball in relativ kleine Tore zu bugsieren – nicht gerade einfach und mithin gelingt es auch keinem die bestmögliche Ausbeute von sechs Treffern zu erreichen.

Rastatter Ata Icboyun ist einer der Anwärter auf den Titel

Dadurch, dass die Schläger erst mit der linken, dann mit der rechten Hand gehalten werden müssen, wird aber ein weiteres Ziel erreicht, welches Moderator Herrmann auserkoren hat: „Möglichst geradeaus zu fahren, und die linke und die rechte Gehirnhälfte beanspruchen“.

Kandidat hinterlässt guten Eindruck

Ata Icboyun aus Rastatt, einer der zehn Titelanwärter (die BNN berichteten), gewinnt zwar die Challenge auf dem Fahrrad nicht, schlägt sich aber mit zwei von sechs möglichen Treffern durchaus achtbar. Dabei hatte er beim „Speed-Dating“ zur Eröffnung der beiden Finaltage, bei dem jeder Kandidat sich innerhalb von 60 Sekunden vorstellen durfte, bereits einen guten Eindruck hinterlassen.

Musikproduzent Mousse T. sitzt in der Jury

„Da war auch das Talent gefragt, spontan und originell zu antworten“, wie GQ-Sprecherin Nancy Bechmann erklärt. Für den Musikproduzenten Mousse T. – das wohl prominenteste Mitglied der 13-köpfigen Jury – war der erste Eindruck indessen schon mehr als ein Fingerzeig: „Hier kann man schon erkennen, wer gute Chancen hat. Da spielen die sportlichen Aufgaben für mich keine so große Rolle.“

Und worauf legt der Mann, der in der jüngsten Ausgabe der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ an der Seite von Dieter Bohlen wertete, sein Hauptaugenmerk bei einem Gentleman? „Es ist vor allem die Höflichkeit und der Respekt gegenüber anderen“, betont er im BNN-Gespräch – im Wissen darum, dass dieser etwas „antiquierte Appendix“ in einer Zeit, „in der alles immer schneller geht“ durchaus seine Berechtigung habe.

120 Kandidaten waren mit dabei

Insgesamt beteiligten sich rund 120 Kandidaten an dem GQ-Wettbewerb. „Wir haben uns über alle gut informiert. Zur Bewerbung gehörten auch Fotos und Videos“, verdeutlicht Beauty-Director Herrmann, dass eine gründliche Vorarbeit geleistet worden sei, um die Finalisten zu küren.

Sieger wird im Casino gekürt

In Iffezheim galt es gestern nach dem Fahrrad-Polo auch noch, ein Foto-Shooting vor einem Helikopter, eine Beachvolleyball-Challenge bei Starkregen sowie in Baden-Baden einen Wissenstest zu absolvieren. Der Sieger wird am heutigen Dienstagabend im Baden-Badener Casino gekürt.